Kunstsommer 2010 - Hael Yxxs
Ein Gartenhäuschen, das aus transformierten Bäumen (Brettern) besteht, ist Symbol für den Gestaltungswillen des Menschen in der Natur und wäre damit im Nerotalpark zwar überraschender Fremdkörper, aber doch bestens darin aufgehoben. Vier kleine Gartenhäuschen sollen so aufgestellt werden, dass ihre Eingangstüren an den vier Seiten eines quadratischen Hofes stehen. Die Häuschen sind so dicht aneinandergestellt, dass sich nur ein schmaler Spalt zwischen zwei benachbarten ergibt, der Blicke in den "Innenhof" gestattet. Ein Kreuz aus rot gefärbtem Kunstrasen ist dort zu sehen. An den Außenwänden hängen Informationen darüber, dass es sich um ein Versuchsfeld für gentechnisch veränderten Rasen handelt. Auf den Außenwänden stehen zudem handgeschriebene Kommentare, kleine Kritzeleien und Weisheiten zu den Themen Garten, Natur, Gentechnik. Sie sollen die Besucher inspirieren, sich ebenfalls zu "verewigen". Es entsteht ein gedankliches Geflecht, das die Wände überwuchert. Goethes Gartenhaus taucht auf, weil es das wohl berühmteste "Gartenhaus" ist, und er als Antipode heutiger Naturmanipulation seinerzeit die Natur lobpreiste – weniger durch Gartenarbeit, als durch Arbeit in den Gärten der Poesie.
Hael Yxxs lebt und arbeitet in Leipzig.







