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100. Geburtstag Heinrich Böll

Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll zeigt das Caligari am 12. Dezember "Das Brot der frühen Jahre" sowie am 17. Dezember "Die verlorene Ehre der Katharina Blum".

Heinrich Böll

Am 21. Dezember wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. In seinen Werken setzt sich der Nobelpreisträger kritisch mit den gesellschaftlichen Konventionen der Nachkriegszeit und der Adenauer-Ära auseinander und thematisiert die durch Terrorismusfurcht entstehende Gewalt in der aufgeheizten Bundesrepublik der 1970er Jahre. Im Dezember zeigt das Caligari zwei Verfilmungen von Böll-Werken: Am Dienstag, 12. Dezember, um 18 Uhr "Das Brot der frühen Jahre" aus dem Jahr 1962 sowie am Montag, 17. Dezember, um 17.30 Uhr "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von 1975.

"Das Brot der frühen Jahre"

Zunächst ist der den extravagante Film "Das Brot der frühen Jahre", der den "Jungen Deutschen Film" begründete zu sehen: Im Streben nach materieller Sicherheit verlobt Walter Fendrich sich mit der Tochter seines Chefs. Doch dann trifft er eine Jugendfreundin wieder, wirft alles über Bord und befreit sich aus den Fesseln der Gesellschaft.

BRD 1962, 89 Minuten, FSK: ab 16, FBW: besonders wertvoll. Regie: Herbert Vesely, Buch: Herbert Vesely, Leo Ti, Hans Robert Budewell nach dem Roman von Heinrich Böll. Mit: Christian Doermer, Karen Blanguernon, Vera Tschechowa, Eike Siegel

"Die verlorene Ehre der Katharina Blum"

Nach einer ausgelassenen Karnevalsfeier verbringt die junge, attraktive und alleinstehende Haushälterin Katharina Blum die Nacht mit einer Zufallsbekanntschaft. Am nächsten Morgen stürmt ein SEK der Polizei ihre Wohnung, auf der Suche nach dem Mann, der als mutmaßlicher Terrorist gesucht wird – doch der Gesuchte ist bereits verschwunden. Durch diesen Vorfall gerät Katharina Blum ins Visier von Polizei und Medien. Der ermittelnde Kommissar nimmt sie in die Mangel, sie verliert ihre Arbeit, wird von Nachbarn angefeindet, und der zynische Reporter eines großen deutschen Boulevardblattes zieht ihr gesamtes Leben in den Schmutz. Als der psychische und menschliche Druck aus Vorurteilen, Verunglimpfungen und offenem Hass immer unerträglicher wird, greift Katharina zum letzten Mittel, um den letzten Rest ihrer Ehre zu retten. Der Film fängt die bedrückende Atmosphäre in der BRD zur Zeit der RAF ein.

BRD 1975, 106 Minuten, FSK: ab 16, FBW: besonders wertvoll. Regie: Volker Schlöndorff, Buch: Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta nach der Erzählung von Heinrich Böll, Kamera: Jost Vacano, Musik: Hans Werner Henze. Mit: Angela Winkler, Mario Adorf, Dieter Laser, Heinz Benennt, Jürgen Prochnow, Hannelore Holger, Rolf Becker

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