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Kriminalfälle ohne Beispiel - Der Fall Timo Rinnelt

Im Rahmen der Literaturtage zeigte das Caligari am Freitag, 10. November, den Film "Der Fall Timo Rinnelt" aus der DDR-Reihe "Kriminalfälle ohne Beispiel".

Frank Witzel, Kurator der 20. Wiesbadener Literaturtage, hat sich zusammen mit dem Historiker Philipp Felsch einem Thema zugewendet, das jedem Wiesbadener, der in den 1960-ern hier aufgewachsen ist, noch geläufig sein dürfte: die Entführung Timo Rinnelts. Mit dem "Fall Timo Rinnelt" begann beim Deutschen Fernsehfunk der DDR eine neue Sendereihe: "Kriminalfälle ohne Beispiel". In den einzelnen Folgen sollten Fälle thematisiert werden, die in Ländern wie der BRD für großes Aufsehen sorgten und Ansatzpunkte lieferten, die kapitalistische Gesellschaft kritisch zu betrachten.

Autor Frank Witzel und der Historiker Philipp Felsch wendeten sich im Rahmen der Wiesbadener Literaturtage im Gespräch dem Fall Timo Rinnelt zu. Sie präsentierten am Freitag, 10. November 2017, die Erstsendung aus dem Jahr 1967 und Ausschnitte aus zwei Sendungen von 1969.

Die Handlung dieses ersten Falls setzte am 13. Februar 1964 ein, Handlungsort ist Wiesbaden. An diesem Tag verschwindet der sieben Jahre alte Timo Rinnelt - im Film dargestellt von André Kallenbach - spurlos. Nachmittags spielte er noch vor seinem Elternhaus, doch als ihn die Mutter bei Anbruch der Dunkelheit hereinrufen will, ist Timo nicht aufzufinden. Die Eltern informieren die Polizei über das Verschwinden ihres Sohnes, und die Suche nach dem Jungen wird aufgenommen. Der Film, der auch eine Fortsetzung erfuhr, besticht mit verwegenen ideologischen Kurzschlüssen, kühnen Wiesbaden-Ansichten und betörenden Bildern der Landeshauptstadt.

DDR 1967 - 1969, Filmausschnitte aus 3 Sendungen, FSK: ungeprüft, Regie: Hubert Hoelzke , Buch: Günter Prodöhl, Kamera: Adam Pöpperl, Tilman Dähn, Alfred Krehl, Musik: Wolfgang Pietsch. Mit Irma Münch, Wilfried Ortmann, André Kallenbach, Harry Hindemith und Gerhard Rachold.

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