Atlantis Natur- und Umweltfilmfestival

Das Festival mit den besten deutschsprachigen Dokumentarfilmen fand im Jahr 2010 vom 24. September bis zum 1. Oktober im Wiesbadener Caligari statt.
Das Atlantis Natur- und Umweltfilmfestival fand 2010 vom 24. September bis 1. Oktober in Wiesbaden statt. | © wiesbaden.de

Ausverkaufte Vorstellungen, begeisterte Zuschauer und spannende Diskussionen, das 4. Atlantis Natur- und Umweltfilmfest in der Wiesbadener Caligari FilmBühne war ein großer Erfolg. Bemerkenswert waren die Festivalbeiträge, die alle den Nerv der Zeit getroffen haben. Überfischung, Umweltverschmutzung, Gentechnik oder Atomkraft sind Themen, die immer mehr Menschen unter den Nägeln brennen. Das zeigten auch die Besucherzahlen bei Atlantis: Über 3.500 Zuschauer waren in der Festivalwoche ins Caligari gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zuschauerzahl damit  pro Vorstellung fast verdoppelt. Bei der Preisverleihung zeichnete die Festivaljury die drei besten Dokumentarfilme aus dem Atlantis-Wettbewerb aus.

Die besten Dokumentarfilme

Der erste Preis ging an "Yellow Cake – Die Lügner von der sauberen Energie" von Joachim Tschirner, eine Dokumentation über den Uranbergbau. Ein heikles und bislang verborgenes Thema entfaltet hier eine große Wucht, hieß es in der Laudatio der Festivaljury. Der Film zeigt eindringlich einen neuen Aspekt der Atomenergie. Nicht nur die Endlagerung von Atommüll ist ein großes Problem, schon die Produktion von Uranoxid ist problematisch.

Den zweiten Preis gewann Werner Boote für seinen Film "Plastic Planet", den dritten Preis vergab die Jury an zwei Fernsehproduktionen: "Die neuen Nomaden von Kirgisistan" von Wolfgang Mertin und "Der Schatz im Kivusee" Christoph Würzburger. Um die Filmemacher bei ihrer Arbeit zu unterstützen, wurden den Siegern außerdem Preisgelder in Höhe von 5.000, 3.000 und zweimal 1.000 Euro übergeben.

Die Festivaljury, zu der Peter Schamoni, Bettina Buchler, Erica von Moeller, Martin Gessner und Hannes Karnick gehörten, war von der Qualität und der Vielfalt der Produktionen beeindruckt. Wichtige Themen wurden aus ihrer Sicht dem Zuschauer näher gebracht. Auch Carl-A. Fechner, der eigens angereist war, um seinen Film "Die 4. Revolution" dem Wiesbadener Publikum vorzustellen, attestierte den Festivalmachern ein gutes Händchen bei der Auswahl der Atlantis-Wettbewerbsfilme.

Drängende Fragen der Zeit

Alle neun Wettbewerbsfilme beschäftigten sich mit den drängenden Fragen der Zeit: Kann sich die Welt ganz mit Erneuerbaren Energien versorgen? Wo bleibt das Elektroauto? Ist Asbest zurück in Deutschland? Wie kann man Indiens Tiger retten? Welcher Schatz schlummert da im Kivusee? Wie lebt ein moderner Nomade in Kirgisistan? Leben wir auf einem Plastik-Planeten? Und warum liebt Hannes Jaenicke Haie? Oder, ein Thema, das bisher von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde, was geschieht mit den radioaktiven Resten aus dem Uranabbau? Gerade der Film "Yellow Cake", hat mit seiner Brisanz viele Zuschauer angesprochen.

Filmemacher zum Anfassen

An acht Festivaltagen waren über 20 packende Umweltthriller, international prämierte Dokus, engagierte Reportagen und spektakuläre Tierfilme zu sehen, darunter auch Welt- und Deutschlandpremieren. Bei vielen Vorstellungen waren Experten oder die Filmemacher zu Gast und diskutierten nach dem Film mit den Zuschauern. Das gefiel besonders den knapp 600 Kindern und Jugendlichen, die in die Atlantis Schulkino-Vorstellungen kamen. Besonders großes Echo fand der Film "Plastic Planet" von Regisseur Werner Boote.

Atlantis 2011

Auch im kommenden Jahr wird das Atlantis Natur- und Umweltfilmfest wieder stattfinden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.



Dokumente


Kontakt

Meine Merkliste

Es befinden sich 0 Objekte auf Ihrer Merkliste.
 
Anzeigen
  • gewusst-wo Branchenverzeichnis
  • LZW Wiesbaden
  • dentalplus
  • ESWE Verkehr