exground filmfest 24

Das Filmfest brachte bis zum 20. November erneut die Höhepunkte des internationalen Independentfilms nach Wiesbaden. Im Fokus stand diesmal Israel sowie eine Werkschau Eyal Sivan.
Das "exground filmfest 24" stieg 2011 vom 11. bis 20. November, Länderschwerpunkt ist Israel. | © exground filmfest

Vom 11. bis 20. November 2011 zeigte das Wiesbadener "exground filmfest", eines der bedeutendsten Independent-Festival Deutschlands, rund 300 Höhepunkte aus dem aktuellen Angebot unabhängig produzierter Kurz- und Langfilme. Ausgewählt wurden diese aus über 2.500 Filmeinreichungen aus 151 Ländern von Andorra bis Zypern. Die internationale Bedeutung des Festivals spiegelt sich in der im Vergleich zum Jahr 2010 um 25 Prozent gestiegenen Anzahl der Einreichungen aus der ganzen Welt wieder.

Der diesjährige Länderfokus war Israel gewidmet. Neben aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen präsentierte das "exground filmfest" in mehreren Kurzfilmprogrammen den Regienachwuchs von ausgewählten israelischen Filmhochschulen. Der "Sam Spiegel Film & Television School Jerusalem" wurde ein Tribute-Programm zum 20-jährigen Jubiläum gewidmet. Im Rahmen dieses Länderschwerpunktes zeigte das "exground filmfest" eine Werkschau des israelischen Filmemachers Eyal Sivan. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen sicherlich "The Specialist", ein Dokumentarfilm über den Eichmann-Prozess, und "Jaffa, the Oranges Clockwork". Eyal Sivan hat in einem Filmgespräch über sein Werk und die Hintergründe gesprochen.

Ein Highlight in der Reihe "American Independents" war die Deutschland-Premiere der amerikanisch-holländischen Koproduktion "Somewhere Tonight" von Michael Jiacomo mit John Turturro in der Hauptrolle als ein Mann, der auf Telefonsex steht.

Weitere Programmreihen waren News from Asia - Neue Filme aus Asien; International - Einblicke in bekannte und eher unbekannte Filmländer; Neues aus Deutschland - Einheimische Langfilme mit unverwechselbarer Handschrift, und der Kurzfilm, ob als Vorfilm traditionell vor jedem Langfilm oder in einem thematischen Programm. Das "exground filmfest" dankt der Wiesbadener Filmproduktion "Bewegte Zeiten", die 2011 erstmals die Präsentation der Dokumentarfilme im Festivalprogramm finanziell unterstützte. Die Wettbewerbsreihen des "exground filmfest" sind inzwischen zu einem wichtigen Forum für vielversprechende junge Filmemacher avanciert, nicht zuletzt wegen des großen Publikumsinteresses an Werken jenseits der Kino-Konfektionsware.


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