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goEast Filmfestival 2017

Das "goEast Filmfestival des mittel- und osteuropäischen Films" fand in diesem Jahr vom 26. April bis 2. Mai 2017 in Wiesbaden statt.

"goEast", das Filmfestival des mittel- und osteuropäischen Films stand in diesem Jahr vom 26. April bis 2. Mai 2017 ganz im Zeichen von Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa und starken Frauenfiguren im Kino. Sieben Tage lang präsentierte das vom Deutschen Filminstitut veranstaltete Festival in Wiesbaden und der Umgebung dem heimischen Kinopublikum ebenso wie Fachbesucherinnen und -besuchern sowie Gästen aus aller Welt bei seiner 17. Ausgabe ein vielfältiges Programm aus Filmvorführungen, Workshops und Podiumsdiskussionen. Dabei schlug es eine Brücke von aktuellen filmischen Positionen zu filmhistorischen Raritäten, vom Experiment zum Arthouse und Mainstream Made in Mittel- und Osteuropa.

Im Zuge des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen aktuelle restaurative politische Entwicklungen weltweit, hat auch die Diskussion über die Rolle von Frauen im Film - sei es vor oder hinter der Kamera - eine neue Dimension gewonnen und ist angesichts eklatanter Ungleichbehandlungen in der Branche und stereotypischer Frauenfiguren wichtiger denn je. In diesem Kontext widmete "goEast" unter anderem die diesjährige Hommage der großen ungarischen Regisseurin Márta Mészáros und beleuchtete im "goEast-Symposium" unter dem Titel "Feministisch wider Willen - Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa" emanzipatorische Positionen im historischen und zeitgenössischen Kontext.

Hommage an ungarische Regisseurin Márta Mészáros

Mit Pionierinnen und großen Filmemacherinnen aus dem Osten beschäftigte sich auch das diesjährige "goEast-Symposium", das sich Jahr für Jahr vernachlässigten oder vergessenen Zonen der Kinogeschichte widmet. Obwohl die Figuren in ihren Filmen für weibliches Begehren und Aufbegehren stehen, verneinten viele Filmemacherinnen aus dem Osten, darunter Márta Mészáros, Vera Chytilová, Larisa Shepitko oder Kira Muratova konsequent die Frage, ob ihre Werke feministisch seien, eine Reaktion, die bis heute Unverständnis und Irritation auslöst. Unter dem Titel "Feministisch wider Willen - Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa" hatten die Filmauswahl des Symposiums sowie die begleitenden Vorträge und Diskussionen zur Re-Vision dieses "reluctant feminism" eingeladen und setzten ihn zu gegenwärtigen feministischen Positionen im Kino Mittel- und Osteuropas in Beziehung. Eingeladen waren unter anderem die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić sowie die 1928 geborene, georgische Filmemacherin und Politikerin Lana Gogoberidze.

Länderfokus: Czech Cinema Now!

Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, einer Podiumsdiskussion und einer Filmplakatausstellung im Wiesbadener "sam - Stadtmuseum am Markt" rückte "goEast" 2017 darüber hinaus das Filmland Tschechien in den Fokus.

Schulfilmtage

Die Schulfilmtage standen am 27. und 28. April gleich zweimal für Kino mit Ausrufezeichen: Das Festival blickte in die Nachbarländer Tschechien und Polen und weckte Vorfreunde auf den preisgekrönten Spielfilm "Ab ans Meer!" sowie auf das Kurzfilmprogramm "Der Klang von Ale Kino!".

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