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Kultur

Literaturtage 2017: Marcus Steinweg

Den Wiesbadener Literaturtagen stattete Philosoph Marcus Steinweg am Donnerstag, 9. November 2017, einen Besuch ab und trug eine "Lecture-Performance" vor.

Zu den 20. Wiesbadener Literaturtagen war der Philosoph Marcus Steinweg am Donnerstag, 9. November 2017, ab 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine zu Gast. In einem freien Vortrag – einer sogenannten "Lecture-Performance" – sprach er über das Schreiben. Die Literaturtage werden vom Kulturamt - Literaturhaus Villa Clementine mit Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain veranstaltet.

Der Philosoph Marcus Steinweg machte Philosophie wieder zu einem Wagnis: In einem freien Vortrag zeigte er den performativen Akt des Philosophierens. An diesem Abend im Literaturhaus ging es vor allem um die Arbeit der bekannten französischen Schriftstellerin Marguerite Duras. Diese lasse keinen Zweifel daran, dass zum Schreiben eine gewisse Selbstentmächtigung gehöre. Hierin liege die Souveränität des Schreibens, nicht im Gelingen, nicht in Könnerschaft, sondern in der Bereitschaft, sich im Schreibprozess verloren zu gehen. Schreiben bedeute, sich auf diesen Selbstverlust einzulassen, es handele sich um eine Art präzisen Wahnsinn. Schreibend umzirkele Duras das Loch im Herzen der Realität.

Marcus Steinweg, geboren 1971, lebt und arbeitet als Philosoph in Berlin und lehrt an der dortigen Universität der Künste. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: "Duras" mit Rosemarie Trockel 2008, "Politik des Subjekts" 2009, "Aporien der Liebe" 2010, "Philosophie der Überstürzung" 2013, "Evidenzterror" 2015 und "Gramsci Theater" 2016.

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