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Poetikdozentur: Junge Autoren – Jan Wagner

Der Lyriker und Übersetzer Jan Wagner ist neuer Poetikdozent der Hochschule RheinMain und der hessischen Landeshauptstadt.

Der Lyriker und Übersetzer Jan Wagner – in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet – ist neuer Poetikdozent der Hochschule RheinMain und der hessischen Landeshauptstadt. Am 23. Oktober 2017 war er im Rahmen der Veranstaltung "Ein Autor stellt sich vor" zunächst an der Hochschule RheinMain am Campus Kurt-Schumacher-Ring zu Gast. Danach hielt Jan Wagner im Wintersemester 2017/2018 am 24. Oktober 2017 seine erste Vorlesung in der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain, eine zweite folgt am 17. Januar 2018. Zudem las er am 29. November 2017 im Liuteraturhaus Villa Clementine und ist dort am 7. Februar 2018 zu einer zweiten Lesung zu Gast.

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Er ist als Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik, Essayist und Rezensent tätig. Von ihm erschienen unter anderem die Gedichtbände "Probebohrung im Himmel" im Jahr 2001, "Guerickes Sperling" 2004, "Achtzehn Pasteten" 2007, "Australien" 2010, "Die Eulenhasser in den Hallenhäusern. Drei Verborgene" 2012, "Regentonnenvariationen" 2014 sowie "Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015" im Jahr 2016. Auswahlbände seiner Essays erschienen unter den Titeln "Die Sandale des Propheten. Beiläufige Prosa" 2011 und "Der verschlossene Raum. Beiläufige Prosa" 2017. Für seine Lyrik, die in über dreißig Sprachen übersetzt wurde, erhielt er zahlreiche Stipendien und Preise. Darunter waren unter anderem 2011 das Stipendium in der Akademie Rom/ Villa Massimo und 2015 in der Villa Aurora in Los Angeles. Er erhielt unter anderem den Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis 2001, den Christine-Lavant-Publikumspreis 2003, den Anna-Seghers-Preis 2004, den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen 2011, den Kranichsteiner Literaturpreis 2011, den Mörike-Preis 2015 sowie den Preis der Leipziger Buchmesse 2015. In diesem Jahr erhält er den renommierten Georg-Büchner-Preis.

In den eintrittsfreien Veranstaltungen der Poetikdozentur kann man mehr über die Arbeitsweise des Lyrikers erfahren. Bereits seine Selbstauskunft weckt die Neugier darauf. Wagner glaubt, dass sich aus grundsätzlich allem ein Gedicht machen lässt. Die vermeintlich banalsten, im Alltag so leicht übersehenen Gegenstände enthüllen mit einem Mal ungeahnte poetische Qualitäten. Wer ansetzt, ein Gedicht über das Thema Freiheit zu schreiben, mag scheitern. Wer sich ganz auf einen fallengelassenen weißen Handschuh im Rinnstein konzentriert, wird vielleicht ein großartiges Gedicht über die Freiheit zustandebringen.

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