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Piet Mondrian: Natur und Konstruktion

Die Ausstellung, die bis zum 17. Februar 2019 im Museum Wiesbaden zu sehen ist, vollzieht schrittweise alle Entwicklungsstufen Mondrians nach, einem der prominentesten Vertreter der abstrakt-geometrischen Kunst.

Mit Piet Mondrian (1872–1944), der mit Kasimir Malewitsch und Wassily Kandinsky zu den prominentesten Vertretern der abstrakt-geometrischen Kunst gehört, stellt das Museum Wiesbaden in enger Kooperation mit dem Gemeentemuseum Den Haag einen Maler vor, der hinsichtlich des radikalen Umbruchs an der Schwelle des 19. und 20. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle spielt. Spätestens mit der Gründung der Gruppe "De Stijl" 1917 in Leiden gehört der holländische Maler mit seinen streng geometrischen, zumeist lediglich in Primärfarben ausgeführten Werken zu den wichtigsten Künstlern der Klassischen Moderne.

Die Ausstellung vollzieht schrittweise alle Entwicklungsstufen Mondrians – ausgehend von seiner wenig bekannten naturalistischen Malerei Mitte der 1890er-Jahre, über eine abstrahierende Phase zwischen 1908 und 1917 bis hin zur Malerei der absoluten Gegenstandslosigkeit.

Ausgangspunkt: real vorhandene Gegebenheiten

Diesen bemerkenswerten Schritt erklärt Mondrian 1919 in einem Brief, in dem er seine Vorgehensweise beschreibt: "Ich arbeite gerade an einer Sache, was einer Rekonstruktion des Sternenhimmels gleichkommt, aber ich versuche es ohne Rückbezug auf die Natur."

Der gedankliche Ausgangspunkt seines Werks sind selbst zu diesem späten Zeitpunkt noch immer real vorhandene Gegebenheiten, aber vom Endergebnis, dem abstrakten Bild, ist dieser Naturbezug nicht mehr rekonstruierbar. Mondrian scheint die Kunst völlig von der Natur abgekoppelt zu haben. Aber ist sie das wirklich? Dieser entscheidenden Frage spürt die retrospektiv angelegte Ausstellung "Natur und Konstruktion" nach.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Wepke Kingma, Botschafter des Königreichs der Niederlande.

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