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Pilze – Nahrung, Gift und Mythen

Die Ausstellung "Pilze – Nahrung, Gift und Mythen" ist nach der Eröffnung nun bis zum 5. August 2018 im Museum Wiesbaden zu sehen.

Die Ausstellung "Pilze – Nahrung, Gift und Mythen", die vom 11. Juni 2017 bis 5. August 2018 im Museum Wiesbaden zu sehen ist, stellt über 1.300 Pilze vor, vom Riesenbovist bis zur Orangegelben Puppenkernkeule. Pilze verwirklichen die vielfältigsten Lebensweisen: Die Bandbreite reicht von Zusammenarbeit und gegenseitigem Nutzen, wie bei den Flechten, über Verwertung abgestorbener Pflanzen bis hin zu vielfältigen Krankheitserregern. Steinpilz, Champignon und Pfifferling sind auf unseren Tellern gern gesehen.

Auch manch anderer Pilzfruchtkörper wird bei einem Waldspaziergang entdeckt. Bekanntlich ist nicht jeder essbar, mancher sogar giftig. Pilze bestimmen unser Leben und sind mit zahlreichen Bedürfnissen und Lebenslagen des Menschen verbunden. Hefepilze liefern Brot, Bier und Wein. Selbst die gefürchteten Schimmelpilze sind bei der Entwicklung antibiotischer Medikamente von überlebenswichtiger Bedeutung. Darüber hinaus dienen Pilze sogar zum Färben und zur Herstellung edler Papiere.

Vortrag am 12. September 2017: Auf der Suche nach Pilzwertstoffen

Pilze sind eine ergiebige Quelle für neue Wirkstoffe. Sie können Antibiotika liefern und viele weitere wertvolle Wirkstoffe enthalten. Auf der Spur dieser Wertstoffe forscht Marc Stadler weltweit. Am 12. September 2017 um 18 Uhr kommt der Professor vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung zu einem Vortrag ins Museum Wiesbaden. Anhand von Beispielen – unter anderem aus der Welt tropischer Pilze, asiatischer Heilpilze oder einheimische Pflanzenschädlinge – vermittelt er anschaulich, worum es bei seiner Forschung geht. Er zeigt, wie durch gezielte Erforschung der biologischen Vielfalt neue Naturstoffe für neue Anwendungen entdeckt werden. Das können Krebsmittel, Antibiotika und weitere heilende oder vorbeugende Mittel sein. Bisher sind nur etwa fünf Prozent der bekannten Pilzarten auf wirksame Substanzen untersucht worden. Den größten Teil der weltweit existenten Pilzarten kennt die Wissenschaft überhaupt noch nicht! Stadler ist international als Experte für industrielle Pilzkunde und Artenvielfalt bekannt. Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Pilze - Nahrung, Gift und Mythen“ statt.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

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