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Sammlung Maria Sibylla Merian

Im Museum Wiesbaden ist nach der Eröffnung und der Verlängerung nun bis zum 6. August 2017 die umfangreiche Sammlung von Maria Sibylla Merian zu sehen.

Die Sammlung von Maria Sibylla Merian (1647 bis 1717) ist seit dem 13. Januar und bis zum 6. August 2017 im Museum Wiesbaden zu sehen. Sie gilt als eine der bedeutendsten Naturforscherinnen der Aufklärung und steht am Beginn der heutigen Naturwissenschaft. Ihr Werk hat bereits zu Lebenszeiten Aufmerksamkeit und Respekt hervorgerufen.

Leben und Werk

Vor 300 Jahren endete ein erfülltes und spannendes Leben in Amsterdam. Geboren wurde Maria Sibylla Merian am 2. April 1647 in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main. Im dritten Lebensjahr verlor sie ihren Vater, den Publizisten und Drucker Matthäus Merian (1593 bis 1650). Das Verlagshaus und die Druckerei wurden anschließend von dem Maler Jacob Marrel (1614 bis 1681) fortgeführt. Von beiden übernahm Maria Sibylla besondere Talente. So gilt sie als Mitbegründerin moderner, aufgeklärter Wissenschaften, aber auch als bedeutende Künstlerin und Gestalterin. Schon als Kind beschäftigte sie sich mit Tieren und Pflanzen, deren Lebensweise und Klassifikation. In idealer Weise nutze sie das eigene künstlerische Talent, gefördert durch ihr Umfeld, zum Erkenntnisgewinn und veränderte so die Welt. Fest verwurzelt in der Gesellschaft und im Glauben des 17. Jahrhunderts, ermöglichten ihr das Zeitalter der Entdeckungen und der Beginn der Emanzipation große Entfaltungsmöglichkeiten, die sie auch zu nutzen wusste. Die Ausstellung anlässlich des 300. Todesjahres im Museum Wiesbaden kann nur ungenügend das Leben und das vielfältige Werk von Maria Sibylla Merian vorstellen. Zahlreiche Biographien und wissenschaftliche Aufsätze stehen jedoch dafür zur Verfügung.

In Wiesbaden können ihre originalen Tierpräparate aus Südamerika in Augenschein genommen werden, die aus konservatorischen Gründen nur selten die geschützten Depots verlassen dürfen. Der größte Teil ihrer Studienaufzeichnungen zu den heimischen Insekten befindet sich heute in St. Petersburg. Dazu schufen die Präparatoren Malte Seehausen und Felix Richter neun Dioramen, die eigenes Forschen ermöglichen.

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