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Aktives Museum: Martin Luther und die Juden – Ertragen können wir sie nicht

Die Ausstellung "Martin Luther und die Juden – Ertragen können wir sie nicht" ist vom 15. Januar bis zum 3. März 2017 in den Räumlichkeiten des Aktiven Museums Spiegelgasse zu sehen.

Das "Aktive Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden" (AMS) zeigt zum Start des Reformationsjahres die Ausstellung "Martin Luther und die Juden - Ertragen können wir sie nicht" in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wiesbaden und der Evangelischen Stadtakademie Wiesbaden. Die Eröffnung fand am Sonntag, 15. Januar 2017, im Ausstellungshaus Spiegelgasse statt. Die Ausstellung kann anschließend donnerstags und freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung besucht werden.

Im Rahmen der Ausstellung stand am 19. Januar 2017 im Haus an der Marktkirche ein Vortrag von Professor Christian Wiese unter dem Titel "Eine tragische Liebesgeschichte - Jüdische Lutherlektüren in der Moderne als Widerspruch gegen den Antisemitismus" auf dem Programm. Der Vortrag sowie die Ausstellung stellt positive und kritische jüdische Interpretationen Martin Luthers im 19. und 20. Jahrhundert vor, mit denen Intellektuelle von Heinrich Heine bis Leo Baeck der antisemitischen Rezeption der "Judenschriften" des Reformators widersprachen und ihn zum Teil sogar als Ahnherr von Toleranz und Gewissensfreiheit deuteten, um die deutsche Gesellschaft von der Notwendigkeit zu überzeugen, der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur Achtung entgegenzubringen.

Professor Christian Wiese ist Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt - seine Forschungsschwerpunkte sind die jüdische Geistes- und Kulturgeschichte des modernen Judentums und die Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen seit dem Mittelalter.

Zum Foto: Als Abgrenzung und Protest zu Luthers Antisemitismus wurde dem Standbild von Martin Luther in Wittenberg eine gelbe Augenbinde angelegt.

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