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Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Die Wanderausstellung vom Birgit Mair wurde am 21. September 2017 im Aktiven Museum Spiegelgasse eröffnet und macht dort bis zum 30. November Station.

Am 21. September 2017 wurde die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" im Aktiven Museum Spiegelgasse im Beisein von Birgit Mair vom "Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.", der Schöpferin der Wanderausstellung und Abdul-Kerim Şimşek, Sohn des im Jahr 2000 in Nürnberg vom NSU ermordeten Enver Şimşek, eröffnet. Dort ist sie nun bis zum 30. November donnerstags und freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.

Blinde Flecken machen hilflos. Das mörderische Treiben des NSU hat seinerzeit fast niemand richtig wahrgenommen und eingeordnet. Solches Nicht-Hinsehen darf den NSU-Opfern und ihren Angehörigen nicht erneut zugemutet werden. Genaues Hinsehen, Zuhören und Mitdenken sind bitter nötig. Die bilderreiche Ausstellung und die Eröffnungsbeiträge liefern dazu einen wichtigen Beitrag. 22 Tafeln setzen sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Mehmet Turgut, Habil Kılıç, İsmail Yaşar, Mehmet Kubaşık, Theodoros Boulgarides und Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

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Ausstellung zum Terror des NSU. wiesbaden.de / Foto: Aktives Museum Spiegelgasse
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