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Gedenkstunde Reichspogromnacht

Wiesbaden gedachte am Mittwoch 9. November 2016, am Mahnmal "Namentliches Gedenken" am Michelsberg, Standort der zerstörten Synagoge, der Opfer der Reichspogromnacht.

Die hessische Landeshauptstadt, die Jüdische Gemeinde Wiesbaden und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wiesbaden hatten alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, am 9. November 2016 am Mahnmal "Namentliches Gedenken" am Michelsberg – dem Standort der 1938 zerstörten Synagoge – der verfolgten und ermordeten jüdischen Wiesbadenerinnen und Wiesbadener zu gedenken und an diese zu erinnern. Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel hat für die Landeshauptstadt Wiesbaden gesprochen.

Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Schule zeigten die Video-Installation memo38, die 1998/99 von Studierenden und Lehrenden der Fachhochschule erstellt wurde. Die virtuelle Rekonstruktion der 1938 zerstörten großen Synagoge zeigt in eindrucksvoller Weise, was in der Reichspogromnacht an jüdischer Kultur zerstört wurde, was allen Wiesbadenern unwiederbringlich verloren ging. Die Schüler haben dazu Texte und ihre Gedanken vortragen.

Jugendliche des Jugendzentrums "Oz" der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden haben durch das Verlesen der Namen und Lebensdaten jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Wiesbaden an diese erinnert. Anschließend zündeten sie Gedenkkerzen für die sechs Millionen Opfer der Schoah an.

Es folgten das Kaddisch, gesprochen von Dr. Jacob Gutmark und der Vortrag des Psalm 23 und das Gebet "El Male Rachamim" durch Rabbiner Avraham Zeev Nussbaum.

Zum Abschluss siwaren alle Besucher und Besucherinnen eingeladen, Gedenkkerzen zu entzünden.

Reichspogromnacht

Zwischen dem 7. und 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch jene in der Wiesbadener Innenstadt und in den Vororten wurden heimgesucht, geplündert und zerstört, genauso wie viele jüdische Einrichtungen, Häuser und Geschäfte. Seit 1954 findet alljährlich am 9. November das Gedenken an die Reichspogromnacht in Wiesbaden statt, überwiegend am Michelsberg, dem Standort der dort 1938 zerstörten Synagoge. "Memo 38" wurde in diesem Rahmen bisher in den Jahren 1998, 1999 und 2000 gezeigt. So wird das Gedenken in diesem Jahr mit der virtuellen Rekonstruktion der Synagoge, projiziert auf eine große Leinwand, einen besonderen Akzent erhalten.

Im Internet ist die virtuelle Rekonstruktion unter dem unten angegebenen Link aufrufbar.

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