Kulturerbe
Die Stadt ist mit ihrer besonderen Entwicklung als Kur- und Rentierstadt im 19. Jahrhundert, mit ihrer gut erhaltenen Bebauung aus allen Phasen des Historismus ein einmaliges Kulturdenkmal.
Die Wiesbadener Bürger haben auf diesen Vorstoß mit großer Begeisterung reagiert, das "Jahr des Historismus" 2007 war ein großer Erfolg. Deutlich wurde aber auch, dass es für eine Anerkennung als Weltkulturerbe einer umfassenden Vorbereitung bedarf, die aufzeigen muss, welche Schwerpunktsetzung die Bewerbung haben soll. Insbesondere muss herausgearbeitet werden, worin die einzigartige, universelle Bedeutung der Stadt liegt.
Ergänzend zum Gutachten von Professor Kiesow 2005 liegen mittlerweile drei weitere Gutachten vor, die den Wege und Chancen Wiesbaden zum Weltkulturerbe zum Gegenstand haben. Während das erste Gutachten von Professor Kiesow einen sehr deutlichen Schwerpunkt auf den Historismus („Stadt des Historismus“) legt, setzen die drei anderen Gutachter andere Akzente, die im Bereich „Weltkurstadt“ mit besonderer Großstadtentwicklung liegen. Auch hinsichtlich der Erfolgsaussichten der Bewerbung differieren die Urteile. Während Professor Kiesow sehr große Chancen sieht und die Professoren Hajós und Jarrassé die Aussichten mit der richtigen Begründung - gegebenenfalls auch in einer internationalen Zusammenarbeit - ebenfalls als eindeutig positiv werten, ist zwar Professor Furrer insgesamt von dem Wert des Stadtdenkmals angetan, sieht jedoch, auch im Kontext der aktuellen Umgangs der Unesco mit der Weltkulturerbeliste, die Chancen als nicht so groß an.
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