Internationale Maifestspiele
Und auch das Jahr 2012 wird wieder ein großes Maifestspiel-Jahr: Die Eröffnungsoper der Internationalen Maifestspiele wird die Premiere von Richard Wagners Romantischer Oper "Lohengrin" sein. Für die Inszenierung konnte die bekannte Regisseurin Kirsten Harms gewonnen werden, zuletzt Intendantin der Deutschen Oper Berlin.
Wagners großes Opernwerk bildet den Auftakt zu einem traditionell beeindruckenden Programm. Seit über 100 Jahren stellen die Internationalen Maifestspiele einen Höhepunkt im Festkalender der hessischen Landeshauptstadt dar und begeistern Publikum und Kritik über Landesgrenzen hinaus stets mit Gastspielen aus der ganzen Welt. Die bedeutendsten Schauspielensembles, Ballettkompanien, Orchester und Sänger sind unter der künstlerischen Leitung des Intendanten Dr. Manfred Beilharz am Hessischen Staatstheater zu Gast. Hierbei beweisen die Festivalmacher immer wieder ein sichereres Gespür für aktuelle Entwicklungen in der Theaterlandschaft. 1896 von Kaiser Wilhelm II. als "Kaiserspiele" gegründet, sind die Maifestspiele nach Bayreuth das älteste Festspiel Deutschlands. Und der Erfolg spricht für sich: 2011 strömten weit über 22.000 Besucher nach Wiesbaden, dies entspricht einer Auslastung von sensationellen 95 Prozent.
Opernfreunde konnten sich unter anderem über ein Gastspiel des Teatro Regio Torino, das bereits 2008 zu Gast war, mit "La Traviata" in der Musikalischen Leitung von Marco Armiliato freuen. Eine Galavorstellung des "Rosenkavalier" mit Anja Harteros gehörte ebenfalls zu den Glanzlichtern des Programms.
Ein Höhepunkt für die Ballett-Freunde wurde die eigens für die Maifestspiele kreierte Gala mit Spitzenstars der internationalen Tanzwelt, ebenso die Produktion "Babel – Words" des Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui. Ein weiteres bedeutendes und unwiederholbares Gastspiel und war das der "Merce Cunningham Dance Company" auf ihrer Abschiedstournee. Ein Maßstäbe setzendes Ensemble, das sich entsprechend dem Vermächtnis seines verstorbenen Leiters Merce Cunningham am Ende des Jahres 2011 auflösen wird.
Das Schauspiel-Programm bot aufregende Inszenierungen von herausragenden Ensembles: Die Münchner Kammerspiele gastierten mit "Kleiner Mann - was nun?" nach Fallada, die zauberhafte Familie Flöz lud ins "Ristorante Immortale", das Deutsche Theater Berlin zeigte Gorkis "Kinder der Sonne" als Schauspieler-Theater, und den Abschluss machte das Burgtheater mit Schönherrs "Der Weibsteufel" mit der für ihre Rolle mit dem 3sat-Preis ausgezeichneten Birgit Minichmayr. Ein Höhepunkt der Jungen Woche wurden zwei Stücke der brisanten "Neukölln-Trilogie".
Im Februar wird das gespannt erwartete Programm der kommenden Maifestspiele 2012 bekannt gegeben und soviel steht bereits jetzt mit Sicherheit fest: Es erwartet alle Theaterfreunde wieder ein wahres Feuerwerk an hochkarätigen künstlerischen Darstellungen.







