Christopher Street Day
Am 4. August 2012 war es wieder soweit und der Christopher Street Day kehrte nach einer Abstinenz von zwölf Jahren nach Wiesbaden zurück. Der Event stand bei seinem Comeback unter dem Motto "WI love to love – Wiesbaden liebt zu lieben" und fand diesmal rund um das Kulturzentrum Schlachthof statt, Veranstalter war der relativ junge Verein "Warmes Wiesbaden". Dieser wurde im vergangenen Jahr gegründet und hat in erster Linie das Ziel, das schwul-lesbische Leben in Wiesbaden zu beleben. Zudem Arbeitet der Verein auch mit der AIDS-Hilfe Wiesbaden eng zusammen.
Der CSD erinnert an den ersten bekannten Aufstand von Homosexuellen und weiteren sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village im Jahr 1969. Seitdem wird weltweit der Christopher Street Day gefeiert, nun auch wieder in Wiesbaden.
Los ging es um 14 Uhr am Schlachthof mit einem bunten Openair-Programm, das von Clarissa Clark moderiert wurde. Zudem warteten an Ständen jede Menge Informationen und um 16 Uhr fand eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit Ulrich Bachmann vom Hessischen Sozialministerin und Mascha Holly von "Warmes Wiesbaden" statt. Zudem wurde auch kulinarisch einiges geboten. Als dann das Bühnenprogramm zu Ende ging, wurde noch lange in der Bar 60/40 und in der Räucherkammer eine große Diskoparty gefeiert, an den Plattentellern standen einige DJs , unter anderem Dama Ged und Daniel Soave.
Für die Zukunft haben die Macher vom Verein "Warmes Wiesbaden" aber ein ganz besonderes Ziel. Sie wollen den CSD in Wiesbaden wieder etablieren und hoffen, dass er in naher Zukunft dann auch wieder auf dem Dern'schen Gelände gefeiert werden kann.



