Förderschule

Die Förderschule unterrichtet behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche mit besonderem sonderpädagogischen Förderungsbedarf.
Kind macht Hausaufgaben
Förderschule | © Dieter Schütz, pixelio.de

Je nach Art der Beeinträchtigung und des Leistungsvermögens gibt es spezialisierte Schulen. Behinderte Kinder und Jugendliche ohne sonderpädagogischen Förderbedarf besuchen die allgemeine Schule. Erweist sich im Verlauf des Besuchs der Grundschule, dass ein Kind förderungsbedürftig ist, erfolgt ein Melde- und Überprüfungsverfahren, bevor es in eine Förderschule umgeschult werden darf.

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können unter bestimmten Voraussetzungen auch in der allgemeinen Schule   gefördert werden.
Einige Förderschulen arbeiten in der Funktion eines sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentrums eng mit allgemeinen Schulen zusammen. Präventiv und ambulant unterstützen sie dort Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Bedarf an Förderung insbesondere bei Sprach- oder Sinnesbeeinträchtigungen sowie bei Lern- und Verhaltensschwierigkeiten. Darüber hinaus unterstützen sie den gemeinsamen Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf.

Organisation

Förderschulen gibt es in Wiesbaden als Schule für Lernhilfe, Schule für Praktisch Bildbare, Schule für Körperbehinderte, Sprachheilschule und Schule für Kranke. Wegen der geringen Anzahl blinder, sehbehinderter, gehörloser und hörbehinderter Kinder, werden diese in regionalen Förderschulen außerhalb Wiesbadens unterrichtet.

Die Organisation erfolgt in der Regel in Grundstufe (1. bis 4. Klasse, gegebenenfalls mit Vorklasse), Mittelstufe (5. und 6. Klasse) und Hauptstufe (7. bis 9. Klasse). Daneben liegen abweichende und flexible Regelungen vor. In besonderen Fällen ist der Hausunterricht möglich.

Bildungsauftrag

Förderschulen haben die Aufgabe, dem Kind unter Beachtung seiner individuellen geistigen und körperlichen Möglichkeiten eine angemessene Bildung zu vermitteln. Dies geschieht in kleinen Klassen, Lerngruppen oder in Einzelsituationen. Sie erfüllen einen erzieherischen Auftrag, indem sie die Fähigkeit  zur Persönlichkeitsbildung und die soziale Integration stärken. Die Zusammenarbeit mit allgemeinen Schulen dient dem Kennenlernen von Unterschiedlichkeit und fördert soziale Akzeptanz und Integration.

Übergänge während der Schulzeit

Förderschulen streben grundsätzlich die Rückschulung in die allgemeine Schule an, sobald kein sonderpädagogischer Förderbedarf mehr vorliegt. 

Abschlüsse / Berufs- und Bildungswege

Abschlüsse, Berufs- und Bildungswege werden bei der jeweiligen Förderschulform beschrieben.




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