Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Leben in Wiesbaden

Friedhof Biebrich

Bernhard-May-Straße 26
65203 Wiesbaden-Biebrich
  • besteht seit 1855
  • Fläche: 96.800 Quadratmeter
  • Busanbindung: Linie 39
  • Haltestelle: Am Friedhof
  • Grabarten: Erdwahlgräber, Erdreihengräber, Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, Kinderreihengräber, Urnenwand

Die Vorläufer des heutigen Friedhofs sind die Friedhöfe an der Hauptkirche und am Kappenberg. Die dörflichen Gemeinden Biebrich und Mosbach belegten vermutlich schon vor 1066 den Friedhof an der Hauptkirche. 1785 wurde der Friedhof am Kappenberg eröffnet. Schon 1794 war dieser Friedhof voll, da zahlreiche Gefallene des Krieges von 1792/93 dort beigesetzt wurden. Auch nach verschiedenen Erweiterungen war die Kapazität des Friedhofs am Kappenberg bald wieder erschöpft und es fehlten Möglichkeiten, die Fläche erneut zu erweitern. Nach dem Ablaufen der Nutzungsrechte an Gräbern wurde der Friedhof am Kappenberg 1893 abgeräumt und die Fläche ab 1896 bebaut. 1855 wurde der jetzige Friedhof auf dem Hosen- beziehungsweise Vorderberg eröffnet. Die Trauerhalle mit den daran anschließenden Gebäuden entstand erst nach mehreren Friedhofserweiterungen im Jahr 1891. Heute ist der Biebricher Friedhof mit rund 9,7 Hektar der drittgrößte Wiesbadens. Er wurde seit 1904 gezielt zum Parkfriedhof entwickelt, der "mehr den Eindruck eines Parks als den einer Begräbnisstätte" erwecken sollte. Viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, Kirche und Politik haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die erste Urnenbeisetzung Wiesbadens, damals noch inoffiziell, fand auf dem Biebricher Friedhof 1898 statt, also 14 Jahre bevor das Wiesbadener Krematorium auf dem Südfriedhof erbaut wurde. Die Einäscherung war außerhalb Wiesbadens erfolgt. Auf dem Biebricher Friedhof können Patenschaften für denkmalgeschützte Gräber übernommen werden.

Anzeigen