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Leben in Wiesbaden

Friedhof Kloppenheim

Bangertstraße
65207 Wiesbaden-Kloppenheim
  • besteht seit 1911
  • Fläche: 6.400 Quadratmeter
  • Busanbindung: Linie 24
  • Grabarten: Erdwahlgräber, Erdreihengräber, Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, Kinderreihengräber

Der vor einigen Jahrzehnten aufgelassene Friedhof wurde 1825 angelegt und ersetzte den früheren Bestattungsplan bei der Kirche.

Eine wohl noch auf die Anfangszeit zurückgehende Mauer aus Schieferbruchsteinen umschließt das parkähnliche, von einigen hohen Bäumen bestandene Areal, die Plattenabdeckung der Mauer und die Torpfeiler aus rotem Sandstein kamen erst im späteren 19. Jahrhundert hinzu. Nahe der Ostecke stehen heute staffageartig das Denkmal für den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und vier aufwendiger gestaltete Grabmäler aus der Zeit um 1900. Das aus rotem Sandstein gefertigte hohe Kriegerdenkmal in Form eines adlerbekrönten Obelisken auf mächtigem Postament wurde 1895 errichtet und nennt mit seinen Inschriften außer den beiden Gefallenen sämtliche Kriegsteilnehmer und die Mitglieder des Kriegervereins. Von den Grabmälern ist das 1907 entstandene der Familie Sternberger hervorzuheben, bei dem die weiße Steingussplastik eines Engels auf dem Unterbau aus schwarzem Granit steht.

Am 22. März 1945, sechs Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner wurden drei sowjetische Kriegsgefangene erschossen, um zu vertuschen, dass einer der Gefangenen misshandelt worden war. Der Fall löste in Kloppenheim viel Wirbel aus, mit dem Ergebnis, dass heute eine Gedenktafel für die drei ermordeten Sowjetbürger auf dem Kloppenheimer Friedhof steht.

Auf dem Kloppenheimer Friedhof befindet sich das Ehrengrab von Holger Goßmann. Er war Wiesbadener Bürgermeister und verstarb am 26. Juli 2003 mit 58 Jahren.

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