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Leben in Wiesbaden

Friedhof Naurod

Kirchhohl
65207 Wiesbaden-Naurod
  • besteht nachweislich seit 1730
  • Fläche: 9.659 Quadratmeter
  • Busanbindung: Linien 20, 21 und 22
  • Haltestelle: Bernsteinstraße
  • Grabarten: Erdwahlgräber, Erdreihengräber, Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, Kinderreihengräber

Eine Mauer aus Schieferbruchsteinen mit Sandsteinplattenabdeckung umgibt bis heute den ältesten Teil des westlich oberhalb des Dorfes gelegenen Friedhofs und nur von der Westseite fehlen wegen der späteren Erweiterung zwei Drittel. Eine erneuerte Inschrifttafel in der östlichen Mauer nennt das Baujahr 1834. Ansonsten ist von der ursprünglichen Anlage nur die Führung der Hauptwege erhalten geblieben, welche die Fläche in sechs Felder teilen.

Wohl erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Südwestecke ein kleines, stimmungsvolles Ehrenfeld mit Schrifttafeln und Einzelkreuzen für die Gefallenen angelegt. Hier stehen auch die beiden Denkmäler für den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und den Ersten Weltkrieg. Das erstere, ein einfacher Sandsteinobelisk auf hohem Postament, wurde bereits 1874 von der Gemeinde Naurod den Kriegsteilnehmern gewidmet und ist an der Sockelplatte "Fr. Schneider" signiert. Lediglich aus einer sehr großen Sandsteinplatte mit den Namen der Gefallenen, flankiert von vier expressionistischen Figurenreliefs, besteht das jüngere Denkmal. Wie ein Vergleich mit demjenigen auf dem Friedhof von Heßloch zeigt, dürfte es um 1925 entstanden sein. Anders als auf den meisten übrigen Dorffriedhöfen sind in Naurod auch vier ältere Grabmäler erhalten geblieben, allesamt aus rotem Sandstein. An beziehungsweise vor der östlichen Mauer stehen die schlichten Stelen für Eliese Klein (1826 bis 1873) sowie das Sockelkreuz für Georg Kiepp (1795 bis 1864), nördlich der neuen Trauerhalle die hohe Stele für Bürgermeister Friedrich Schneider (1823 bis 1862).

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