Veranstaltungskalender

Der offizielle Veranstaltungskalender der hessischen Landeshauptstadt bietet einen schnellen Überblick über große und kleine Events in der Stadt.

Das goldene Konzert - Klang so Chopin ?

KLANG SO CHOPIN?

 Frédéric Chopin (1810-1849)

2 Nocturnes, Op. 27 (1836)

Dédiés à Madame la Comtesse d’Apponyi

Scherzo in b-moll Op. 31 (1837)

Dédié à Mademoiselle la Comtesse Adèle de Fürstenstein

 Robert Schumann (1810-1856)

Kreisleriana, Op. 16 (1838)

Seinem Freunde F. Chopin zugeeignet

I. Äusserst bewegt  - II. Sehr innig und nicht zu rasch

Intermezzo 1 (Sehr lebhaft) - Intermezzo 2 (Etwas bewegter)

III. Sehr aufgeregt - IV. Sehr langsam - V. Sehr lebhaft  

VI. Sehr langsam - VII. Sehr rasch - VIII. Schnell und spielend

 Frédéric Chopin

Ballade in F-Dur, Op. 36 (1839)

Dédiée à Mr Robert Schumann

Impromptu in As-Dur, Op. 29 (1837)

Dédié à Mademoiselle Caroline de Lobau

 3 Mazurkas, Op. 56 (1844)

Dédiées à Mademoiselle C. Maberly

 2 Nocturnes, Op. 62 (1846)

Dédiés à Mademoiselle R. de Könneritz

Bemerkungen zur Aufführung

Heute wissen die meisten Pianisten und Musikliebhaber, dass die Klavierwerke klassischer Komponisten wie Mozart, Haydn, Beethoven und Schubert für Instrumente geschrieben sind, die sich vom modernen Konzertflügel stark unterscheiden. Konzerte und Aufnahmen mit diesen Instrumenten oder deren Kopien sind allgemein üblich; ihre Vor- und Nachteile werden oft aufgezählt und diskutiert. Es ist jedoch nicht sehr bekannt, dass auch die erste Generation romantischer Komponisten ihre Werke für ein Klavier geschrieben hat, welches – außer im Tonumfang – von einem modernen Flügel sehr weit entfernt war. Die Hauptelemente des modernen Klaviers – Eisenrahmen und Kreuzbesaitung – wurden fürden Konzertflügel erst Mitte bis Ende der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts durch amerikanische Klavierbauer eingeführt. Es ist also klar,dass Komponisten wie Mendelssohn (†1847), Chopin (†1849) und Schumann (der 1853 seine letzte Komposition schrieb) einen modernen Flügel nie erleben konnten. Sogar Liszt, der lange genug gelebt hat, um die neuen Steinways zu spielen und dafür zu komponieren, schrieb viele seiner berühmten Werke für ein Klavier, das dem zu hörenden fast gleich ist. Was sind die Unterschiede zwischen den Klavieren aus Chopins Zeit und unseren modernen Flügeln? Am auffallendsten ist der klare, helle Ton der früheren Instrumente sowie ein Timbre, das sich durch den Tonumfang hinweg verändert: vom durchsichtigen, läutenden Diskant über einen runden und klaren Tenor bis zum volltönenden, aber zugleich noch klaren und nicht sehr schweren Bass. Diese Charakteristika existieren aufgrund des viel schmaleren, leichteren Holzrahmens und Resonanzbodens, der sehr dünnen Lederbeschichtung der Hämmer sowie der geraden Besaitung. Die Kreuzbesaitung wurde eingeführt, um die Klangfarbe über den gesamten Tonumfang zu homogenisieren.

Das Ergebnis

Chopins gut ausgearbeitete Begleitungen können belebt werden, ohne dabei die Melodien zurückzudrängen (auf einem modernen Klavier muss die Begleitung im Hintergrund gehalten werden); der Bogensetzung Chopins kann getreu gefolgt werden, und das dadurch entstehende polyphone Detail wird gut hörbar gemacht. Die Pedalzeichen,die Chopin im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen sehr genau setzte, können wahrgenommen werden. Sowohl der scheinbar übermäßige Pedalgebrauch (oft über Harmonieänderungen hinweg ausgedehnt) als auch die Stellen, in denen Pedalbezeichnungen gänzlich fehlen, werden durch die Klarheit und die Helligkeit des früheren Instrumentes plausibel. Wo auf dem modernen Flügel die stark pedalierten Stellen oft kakophon und die unpedalierten dumpf und fahl klingen, schafft ein Flügel aus Chopins Zeit große Mannigfaltigkeit und Kontraste, ohne den Effekt zu übertreiben.

 Zvi Meniker,

Cembalo und Hammerklavier,

hat Cembalo und Aufführungspraxis an der Duke-Universität in den USA unterrichtet und ist langjähriger Dozent an der Akademie für Alte Musik in Jerusalem. Er war Professor an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy«, Leipzig; seit 1999 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater, Hannover. Seine Doktorarbeit (Cornell University, 2001) hat die Aufführungspraxis der Klavierwerke Frédéric Chopins zum Thema.


Preisinformationen in €

Karte Kat 1 45,00
Karte Kat 2 27,00

Veranstaltungsort

Kurhaus - Christian-Zais-Saal
Kurhausplatz 1
65189 Wiesbaden
Tel: 0611/1729-0
Fax: 0611/1729-299


Verkaufsstellen

Ticket Rhein-Main, Kaufhof-Galeria
Kirchgasse 28
65185 Wiesbaden
Tel: 0611/376444

Wiesbaden Tourist Information
Marktplatz 1
65183 Wiesbaden
Tel: 0611/1729-930
Fax: 0611/1729-797
E-Mail: tourist-service@wiesbaden-marketing.de
  www.wiesbaden.de/t-info

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr; Samstag von 10 bis 15 Uhr; Sonntag (April bis September) von 11 bis 15 Uhr, (Oktober bis März) geschlossen.


Veranstalter

Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur u
Dr.-Carl-von-Linde-Straße 9
81479 München
Tel: 089/5404118-0
  www.internationalestiftung.de


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