Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage
Marcel Gleffe hat beim Attentat auf der Insel Utøya in Norwegen am 22. Juli 2011 unter Einsatz seines Lebens und mit vorbildlichem Handeln mindestens 20 jungen Menschen das Leben gerettet. An diesem Tag hatte der Attentäter Anders Breivik zunächst im Regierungsviertel in Oslo eine Bombe gezündet und anschließend auf der Insel Utøya wahllos auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des dort stattfindenden Jugendcamps geschossen; dabei wurden 69 junge Menschen getötet.
Das Vergabegremium hat sich einstimmig für Marcel Gleffe als Preisträger entschieden. Mit seinem Mut, seiner Selbstlosigkeit und seiner Umsicht ist er in der ganzen Welt ein Vorbild für Zivilcourage und beherztes Handeln. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat im vergangenen Jahr die Verleihungsrichtlinien des Ludwig-Beck-Preises überarbeitet, den Preis aufgewertet und die Möglichkeit geschaffen, Preisträger aus aller Welt auszuzeichnen.
Der Ludwig-Beck-Preis wurde am 7. Dezember 2011 im Rahmen eines Festaktes gemeinsam mit dem Preis für Bürgermut im Festsaal des Rathauses verliehen. Die Festrede hielt Gerald Traufetter vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Andrea Gabel und Harald Flackus wurden mit dem Preis für Bürgermut, mit dem Personen, Institutionen und Vereinigungen aus Wiesbaden geehrt werden, die sich in besonders engagierter Weise für Andere eingesetzt haben ausgezeichnet. Andrea Gabel und Harald Flackus haben am 4. Oktober 2011 bei einem Überfall in der Wiesbadener Innenstadt spontan Hilfe geleistet und die Tat vereitelt.





