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Leben in Wiesbaden

Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen im Jahr 2016 startete auch in Wiesbaden das Projekt" Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung".

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November 2016 startete auch in Wiesbaden das Projekt" Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung", das bereits in anderen Hessischen Kommunen und Landkreisen gemeinsam mit dem Frauennotruf Frankfurt erfolgreich etabliert wurde. Unter der Federführung des Kommunalen Frauenreferats wurde ein neues medizinisches Angebot ins Leben gerufen, das eine Lücke im System der Versorgung von Opfern von sexualisierter Gewalt schließt.

Jetzt haben auch Vergewaltigungsopfer, die nicht unmittelbar Strafanzeige erstatten wollen, die Möglichkeit, in den drei Notfallambulanzen beziehungsweise gynäkologischen Klinken der Wiesbadener Krankenhäuser HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken, Asklepios Paulinen Klinik und St. Josefs-Hospital forensische Spuren und Beweismittel sichern zu lassen. Für die Spurensicherung, Transport und anschließende Lagerung im Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt entstehen den Vergewaltigungsopfern während der Projektdauer keine Kosten. Diese trägt das Kommunale Frauenreferat.

Die Beweismittel werden ein Jahr vertraulich verwahrt. Innerhalb dieser Zeit haben Betroffene die Zeit, sich bewusst und in Ruhe für oder gegen eine polizeiliche Anzeige zu entscheiden. Sollte sich für eine Anzeige entschieden werden, fordert das zuständige Kommissariat des Polizeipräsidiums Westhessens die Beweismittel an und verwendet sie im Strafverfahren. Ansonsten werden die gesicherten Daten nach Ablauf eines Jahres automatisch vernichtet.

Das Projekt wird in Kooperation mit den Wiesbadener Beratungsstellen -der Fachberatungsstelle gegen sexuelle Gewalt Wildwasser Wiesbaden e.V., pro familia Ortsverband Wiesbaden e.V. und der Opfer- und Zeugenhilfe Wiesbaden e.V.-, dem Polizeipräsidium Westhessen sowie mit Unterstützung durch niedergelassene Wiesbadener Ärztinnen und Ärzte durchgeführt.

Opfer sexualisierter Gewalt? Was nun?

Wenn eine Frau Opfer einer Sexualstraftat geworden sind, sollte sie sich schnellstmöglich medizinisch versorgen lassen, jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte untersuchen Frauen vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht. Man wird über die Möglichkeit der Anzeigenerstattung informiert, aber nicht dazu gedrängt.

Informationen zur Strafanzeige

Wenn man Opfer einer Sexualstraftat geworden ist und zeitnah eine Anzeige erstatten möchte, ruft man die Kriminalpolizei an. Diese nimmt die Anzeige auf und bespricht mit den Frauen das weitere Vorgehen. Frauen können sich direkt unter der Telefonnummer 0611/345-3162 an die Kriminalpolizei in Wiesbaden (K 12) wenden, nach 15:30 Uhr und am Wochenende an das Tatortkommissariat unter der Rufnummer 0611/345-3201

Die Gesundheit sollte jetzt an erster Stelle stehen, in Wiesbaden können sich Betroffene an Kliniken und Beratungsstellen wenden.

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