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Leben in Wiesbaden

Organspende schützt Leben!

Die Landes­haupt­stadt Wiesbaden engagiert sich seit über 20 Jahren zum Thema Organ­spende. Auf den Straßen sichtbar wird das seit 2009 durch das Engagement der ESWE Verkehrs­gesellschaft.

Versehen mit dem aktuellen Slogan der Kampagne "Organspende – Dein Beitrag, um Leben zu retten!" geht nun ein ESWE-Bus auf die Strecke. Man unterstütze die wichtige Organspende-Kampagne gerne und habe die Hoffnung, dass die Werbefläche auf dem Bus deutlich wahrgenommen würde und sich viele Fahrgäste, Bürgerinnen und Bürger als Spender registrieren lassen, so Jörg Gerhard, Geschäftsführer von ESWE Verkehr. Für dieses lebenswichtige Thema werben auf dem Bus mit ihren Botschaften Oberbürgermeister Sven Gerich ("Eine persönliche Entscheidung, die anderen helfen kann."), Stadtkämmerer und Gesundheitsdezernent Axel Imholz ("Kleiner Ausweis, große Wirkung. Kleiner Schritt, große Hilfe.") und Cornelia Luetkens von der Stiftung Gesundheitsstadt Wiesbaden ("Meine Organe: das Letzte und Wichtigste, was ich spenden kann.").

Ziel der Kampagne: Niedriges Spender-Niveau erhöhen

Sie alle hoffen, dass im neuen Jahr viele Wiesbadenerinnen und Wiesbadener diese Frage für sich klären und den Ausweis ausfüllen, denn Jahr für Jahr sterben viele Patienten, die vermutlich durch eine Organ­spende hätten gerettet werden können, für die aber nicht rechtzeitig ein Organ zur Verfügung stand.

Die Transplantation ist durch Manipulationen beim Anmeldeverfahren in Verruf geraten – mit dramatischen Folgen: die Zahl der Organspender ist in Deutschland auf das niedrigste Niveau seit Beginn der Erfassung vor 30 Jahren zurückgegangen. Das Grundproblem aber ist unverändert: es werden viel zu wenig Organe gespendet. 98 Prozent der Bundesbürger möchten im Falle einer eigenen Erkrankung von einer Transplantation profitieren, doch nur etwa 20 Prozent tragen einen Spenderausweis bei sich.

Die Gesetzeslage zur Organspende

Seit November 2012 gilt das Gesetz zur Ein­führung der Entscheidungslösung. Es fordert alle Bürger ab dem 16. Lebensjahr auf, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zur eigenen Spendenbereitschaft zu treffen. Darüber hinaus sind die Krankenkassen verpflichtet, ihre Mitglieder zu dem Thema zu informieren.

Wiesbaden bereits 1996 ein Vorbild

Wiesbaden wurde bereits 1996 vom Deutschen Städtetag für eine Kampagne ausgezeichnet, die von über 600 Kommunen in Deutschland übernommen wurde. Die Idee war, jedem, der im Einwohnermeldeamt, Bürgerbüro oder in den Ortsverwaltungen Unterlagen abholt, neben seinen Dokumenten auch einen Organspendeausweis und Infomaterial mitzugeben. Ziel war und ist es bis heute, Bürgerinnen und Bürger direkt und aktiv zu informieren, denn wer sich selbst im Vorhinein entscheidet, übt sein Selbstbestimmungsrecht aus und erspart seinen Angehörigen im Ernstfall eine äußerst belastende Entscheidung.


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