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Leben in Wiesbaden

Gesundheitsforum Februar

Das "Gesundheitsthema des Monats" wird am Mittwoch, 22. Februar 2017, um 17.30 Uhr zum Thema "Burnout und Depression" im Rathaus fortgesetzt.

Burnout und Depression

Bei der nächsten Runde der "Verständlichen Medizin" geht es um das Thema "Burnout und Depression", die Veranstaltung des Gesundheitsamtes und des Praxisverbundes Wiesbaden beginnt am Mittwoch, 22. Februar 2017, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal der Stadtverordneten des Rathauses.

Psychische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet und nehmen stetig zu. Insbesondere psychische Beschwerden und Erkrankungen wie Depressionen, Angstzustände und Erschöpfungssyndrome sind stark angestiegen, sodass Experten bereits von Volkskrankheiten sprechen. Dadurch sind Probleme in dem Bereich seit einigen Jahren kein Tabu-Thema mehr sondern gesellschaftlich anerkannt.

Die Spitze der Psychischen Erkrankungen führen die Depressionen an. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass in Deutschland vier Millionen Menschen von einer Depression betroffen sind und gut zehn Millionen Menschen bis zum 65. Lebensjahr eine Depression erlitten haben. Diese ist charakterisiert durch Stimmungseinengung - Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; die Stimmung des Betroffenen kann durch Zuspruch oder äußere Einflüsse nicht mehr verbessert werden - oder bei einer schweren Depression dem „Gefühl der Gefühllosigkeit“ beziehungsweise dem Gefühl anhaltender innerer Leere.

Das Burnout wurde als „chronische Erschöpfung“ erstmals 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberg thematisiert. Er beschrieb damit die Folge einer Arbeitsüberlastung von Menschen in helfenden Berufen, unter anderem bei Krankenschwestern, Altenpflegern oder Lehren. Am Anfang zeigen die betroffenen Personen in ihrem Beruf ein großes Engagement mit hohen Erwartungen an sich selbst. Zudem tragen der heutige Arbeitsdruck und das Arbeitstempo zum Burnout bei. Veränderte soziale Gegebenheiten führen dazu, dass die Menschen immer mehr alleine leben. Das heißt Familienstrukturen, Religion und Freundschaften treten in den Hintergrund, dagegen steigen individuelle Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten im Beruf, aber auch in der Freizeit: Beruflich top, sportlich super fit, gebildet und belesen, gut aussehend, erfolgreich – die Bilder der Werbung prägen auch eigene Vorstellungen und erhöhen den Druck.

Bei der nächsten Veranstaltung der „Verständlichen Medizin“ werden die Experten wichtige Hintergrundinformationen zu Depression und Burnout geben. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, wie den Erkrankungen präventiv entgegengewirkt werden kann und wie sie behandelt werden können.

Programm

  • Begrüßung Dr. Helga Brenneis
  • Depressiv oder (nur) schlecht drauf - Wissenswertes über Depressionen - Dr. med. Alexander Cherdron, Praxis Cherdron
  • Burnout - Notwendiges Übel unserer Zeit und/oder behandlungsbedürftige Erkrankung? - Dr. med. Tobias Freyer, Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad
  • Depression und Burnout – zwei Seiten derselben Medaille? - CA Professor Dr. med. Ralf Nickel, HELIOS Dr. Horst- Schmidt – Kliniken Wiesbaden, Julia Eller, Psychosomatischer Konsildienst HELIOS DKD
  • Moderation Professor Dr. med. Franz Josef Prott, Praxisverbund Wiesbaden

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