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Leben in Wiesbaden

Prüfung auf dem Taunuskamm

Die Städte Taunusstein und Wiesbaden haben zusammen mit der ESWE Versorgungs AG ein Gemeinschaftsprojekt aufgelegt mit dem Ziel, die ökologische, wirtschaftliche, technische und sozialverträgliche Machbarkeit detailliert zu prüfen und einen Windpark auf dem Taunuskamm zu realisieren.

Die Vorprüfung für die Ermittlung von Windpotentialflächen erfolgte durch das Umweltamt. Dabei wurden die in Hessen derzeit diskutierten Ausschluss- und Abstandskriterien zugrunde gelegt.

Die einzelnen Kriterien wurden thematisch zusammengefasst und in den Themenkarten Siedlung, Natur, Forst und Wasser dargestellt. Die Themenkarten sind im Reiter "Dokumente" herunterzuladen.

Das unabhängige Gutachten zur "Welterbeverträglichkeit geplanter Windkraftanlagen in Wiesbaden" steht unter dem Reiter "Dokumente" zum Herunterladen bereit. Da die Visualisierungen auf Doppelseiten angezeigt werden, empfiehlt es sich im Acrobat Menü "Anzeige / Seitenanzeige / 2 Seiten fortlaufend" zu aktivieren.

Kriterien

Kriterium

Abstände/Puffer/Anmerkung

Abstände zu Siedlungsflächen:

  • Siedlung
  • Mischgebiet
  • Gewerbegebiet
  • Einzelgebäude

 

  • 1000 m
  • 500 m
  • 300 m
  • 500 m

Abstand zu klassifizierten Straßen, Bahnlinien und E-Leitungen

200 m

Lage außerhalb FFH-Wald-Wiesental-Gebiete, Naturschutz-Gebiete und Naturdenkmale

Grundfläche plus 200 m Puffer

Lage außerhalb Landschaftsschutzgebiet (LSG) Zone I

Lage außerhalb Bannwald und Schutzwald

Lage außerhalb Forst-Referenzflächen (Altholzinseln)

Lage außerhalb Kompensationsflächen, Überschwemmungsgebiete

Lage außerhalb Wasserschutzgebiete (WSG) Zonen I und II

Lage außerhalb Fließgewässer

Grundfläche plus 10 m Puffer

Richtfunktrassen, Ist

100 m Puffer beidseitig

Luftsicherheit (militärisch und öffentlich)

Stellungnahmen der zuständigen Behörden

Drehfunkfeuer

Stellungnahmen der zuständigen Behörden

Abstände Wetterradar mit Anlagenschutzbereich

5.000 m

Abstände Vorranggebiet Bund

270 m um Munitionslager

Vorranggebiete für den Abbau oberflächennaher Lagerstätten

Darstellung im Regionalplan/Regionalen Flächennutzungsplan, der seit 17.10.2011 in Kraft ist

Dokumente

Fazit

Nach Überprüfung der Ausschluss- und Abstandskriterien zeichnen sich auf dem Taunuskamm drei potenzielle Gebiete ab: Hohe Wurzel, Eichelberg/Rentmauer und Platte/Rassel. Das Ergebnis der Vorauswahl möglicher Potentialflächen für die Nutzung der Windenergie ist in der unten angefügten Karte dargestellt. Nach dem neuesten Entwurf der Änderung zum Landesentwicklungsplan Hessen (LEP) sind Flächen, die unter Schutzwald-Status stehen für die Windkraft prinzipiell ausgenommen. Daher sind diese Flächen auf der aktuell eingestellten Karte nicht dargestellt. Die "Zerstückelung" der Potenzialflächen ist eine Folge vor allem auch der Richtfunkstrahlen, die von dem Fernmeldeturm auf der Hohen Wurzel ausgehen.

Auf diesen Potenzialflächen wurden allein unter technischen Gesichtspunkten, beispielsweise die Geländetopographie oder die Zuwegung, mögliche Standorte für Windenergieanlagen (WEA) ermittelt. Ziel war es, zu erarbeiten, wie viele WEA maximal wirtschaftlich und technisch realisierbar wären. Eine Entscheidung über WEA-Standorte ist damit nicht verbunden, sondern verlangt weitere umfangreiche, unter anderem auch naturschutzrechtliche Untersuchungen.

Zur weiteren Standortprüfung und ersten fachlichen Vorbereitung der erforderlichen Genehmigungsunterlagen (FFH-Ausnahmegenehmigung, Zielabweichungsverfahren wegen Ausweisung als Vorranggebiet für Natur und Landschaft im Regionalplan, BImSchG-Verfahren) wurden vom Umweltamt verschiedene Fachgutachten in enger Abstimmung zwischen den Projektpartnern und den zuständigen Behörden veranlasst bzw. sind in Vorbereitung: Artenschutzprüfung, FFH-Prognose, Windertragsberechnung, Visualisierung.

Erst aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchungen ist eine abschließende Entscheidung möglich, an welchen Standorten wie viele Windenergieanlagen entwickelt werden können. Die bereits vorliegenden Gutachten beziehungsweise Zwischenberichte sind im Reiter "Dokumente" herunterzuladen. Die weiteren Gutachten werden zeitnah eingestellt.

Mit Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und über die Presse informieren und diskutieren die Projektpartner mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Weitere Informationen auf der Internetseite der ESWE Taunuswind GmbH.

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