Zehn Jahre Innovations- und Klimaschutzfonds
Im Zuge der Beteiligung der Thüga AG an der ESWE Versorgungs AG wurde vereinbart, einen Innovations- und Klimaschutzfonds zu installieren. Dieser Fonds bildet nun seit zehn Jahren einen Rahmen zur Förderung von Energie-Einsparmaßnahmen und ökologisch sinnvollen Projekten zur Förderung von Erneuerbaren Energien in der Landeshauptstadt Wiesbaden.
In den ersten fünf Jahren wurde der Fonds mit einem Startkapital von rund fünf Millionen Euro ausgestattet. Bald erkannten der ESWE Vorstand und Aufsichtsrat, dass diese Mittel schnell aufgebraucht sein würden und beschlossen, dem Innovations- und Klimaschutzfonds zukünftig kontinuierlich Mittel aus dem Jahresergebnis der ESWE Versorgungs AG zuzuführen, berichtete Wiesbadens Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller.
Gefördert werden Projekte, die die natürlichen Ressourcen schonen und den Klimaschutz fördern. Dabei werden Energiesparprojekte, innovative Technologien sowie der Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt. Neue, vielversprechende Technologien erhalten im Rahmen des Innovations- und Klimaschutzfonds eine Anschubfinanzierung. Ein Sachverständigenbeirat, bestehend aus neun Mitgliedern, die durch die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Thüga AG und die ESWE Versorgungs AG benannt werden, entscheidet über die Mittelvergabe. Der Beirat trifft sich regelmäßig, um eingereichte Förderanträge zu prüfen und zu beraten.
In den zehn Jahren, seit Gründung, sind eine Vielzahl von teilweise sehr umfangreichen Projekten durch den Innovations- und Klimaschutzfonds gefördert worden, die nachhaltig zum Klimaschutz und zur CO2-Reduzierung beigetragen haben. In diesem Zeitraum wurden mehr als acht Millionen Euro an Förderzusagen gegeben und damit eine CO2-Einsparung von 11.000 Tonnen pro Jahr bewirkt.
Insgesamt rund 450 Gebäude, vom Einfamilienhaus bis zur großen Schule, wurden in Wiesbaden und Umgebung mit den Mitteln des Fonds umfangreich energetisch saniert. Daneben sind weitere 65 Projekte gefördert worden, zu denen unter anderem Wärmepumpen, Mikro-KWK-Anlagen, Holzpellet-Kessel, Passivhausbauweise, Solarkataster der Stadt Wiesbaden, Lüftungsanlagen für Schulen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf besonders energiesparende Leuchten zählen.
In einer jetzt neu erstellten Broschüre werden der Innovations- und Klimaschutzfonds sowie die Bandbreite der geförderten Themen anhand von ausgewählten Projekten dargestellt. Dabei weist man besonders auf das breite Spektrum der Fördermöglichkeiten hin. Förderanträge können von allen Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen gestellt werden, sofern sie Kunde von ESWE sind und das Projekt in Wiesbaden oder Umgebung realisiert wird. Die Zuschüsse zu den Projektkosten müssen nicht zurückgezahlt werden. Je nach öffentlichem oder wissenschaftlichem Interesse wird ein Vorhaben mit zehn bis 50 Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Eine Kumulierung mit anderen Fördermitteln, wie zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), ist möglich, wobei eine Gesamtförderung von 50 Prozent der Projektkosten nicht überschritten werden darf.



