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Leben in Wiesbaden

Veranstaltungen zum Bürgerforum

Über 250 Bürgerinnen und Bürger diskutierten auf dem Bürgerforum Erneuerbare Energien am 31. Januar und 1. Februar 2014 den künftigen Energie-Mix von Wiesbaden.

Rund 260 Bürgerinnen und Bürger waren zur Auftaktveranstaltung des Bürgerforums Erneuerbare Energien ins Wiesbadener Roncalli-Haus gekommen. Ziel des Bürgerforums ist es, Vorschläge, Anregungen und kritische Aspekte aufzunehmen und gemeinsam mit den Bürgern die Energiewende anzugehen. Ebenso geht es darum, Wissenslücken zu schließen. Insgesamt 32 Expertinnen und Experten diskutierten unter der Leitung des Teams von "Dialog Basis" zu Solarenergie, Biomasse, Geothermie und Windkraft mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Unter der Überschrift "Den Energie-Mix der Zukunft gestalten" diskutierten im Eröffnungspanel Joachim Lorenz, Vorsitzender des Umweltausschusses Deutscher Städtetag, Jörg Höhler, Vorstand der ESWE Versorgungs AG, Hans-Werner Greß vom Verein Rhein-Main Voll-Erneuerbar e.V. und Bürgermeister Arno Goßmann über die grundsätzliche Verantwortung, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Eine Vielzahl von Maßnahmen und Aktivitäten ist erforderlich, die auch die Potenziale der Energieeinsparung einbeziehen müssen. Nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten und Verhaltensweisen ändern.

In der zweiten Podiumsdiskussion beleuchteten Joachim Mengden, Leiter des Umweltamtes Wiesbaden, Kuno Hahn, Ortsvorsteher von Biebrich, Dr. Thomas Schmid, Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie und Michael Kloos, UNESCO-Lehrstuhl der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, die Chancen und Risiken von Solarenergie, Biomasse, Tiefengeothermie und Windkraft in Wiesbaden. Beispielsweise sind der Artenschutz, das Landschaftsbild, der Denkmalschutz, Verkehrsbelastungen durch die Anlieferung der Rohstoffe, wirtschaftliche Risiken oder auch die Welterbe-Nominierung von den verschiedenen Technologien in unterschiedlicher Weise betroffen. Sie sind in jedem Einzelfall sorgfältig zu prüfen und mit den Chancen abzuwägen.

Im Schlusspanel gaben Professor Dr. Joaquin Diaz, Vorstand der Ingenieurkammer Hessen, Dr. Jutta-Maria Braun vom Umweltamt der Stadt Wiesbaden, Professor Dr. Reymann, Präsident der Hochschule Rhein-Main, die Sprecherin des Stadtschülerrates, Lena Althen, Siegfried Huhle, Unternehmer aus Wiesbaden und Matthias Schenk, Schloss Freudenberg, Beispiele für die verschiedenen Möglichkeiten, Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende zu beteiligen. Das Spektrum reichte von finanziellen Beteiligungsmodellen wie Genossenschaften oder Kommanditbeteiligungen, über den Einsatz erneuerbarer Energien bei öffentlichen Gebäuden, auf die Jugend zugeschnittene Kommunikations- und Mitmachangebote bis hin zu den Möglichkeiten und Chancen der Energiewende für die Wiesbadener Betriebe.

Die Veranstaltung zum Bürgerforum Erneuerbare Energien wird vom Land Hessen finanziell gefördert.

Vertiefende Workshops

Am Samstagmorgen erschienen zu den nachgelagerten Workshops über 100 Bürgerinnen und Bürger. In vier Workshops wurde parallel zu Fragen von Gesundheit und Lebensqualität, Arten- und Umweltschutz, Landschaftsbild und Denkmalpflege sowie zu technischen Risiken diskutiert. Es entstand eine Fülle von Anregungen und Ideen zur Stärkung von Photovoltaik und Solarthermie, zum dezentralen Ausbau von Biomasseprojekten oder zur Nutzung von Abwasserwärme und heißen Quellen. Chancen und Risiken von Solaranlagen, Biomasseanbau, Geothermie und Windkraft wurden mit unabhängigen, kritischen Experten diskutiert. Die Bürgerinnen und Bürger erarbeiteten viele Anregungen mit welchen Informationsangeboten die Stadt die Energiewende unterstützen könnte und welche Themen hierfür aufgegriffen werden müssten. Deutlich wurde auch der Wunsch, die wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen, die auf der ersten Veranstaltung des Bürgerforums noch nicht im Vordergrund standen, zu vertiefen. Auch die bereits angekündigten Themen Energieeinsparungen und Energieeffizienz wurden als besonders wichtig bewertet.

Die vielen Vorschläge und Anregungen werden nun aufgearbeitet und weitergeführt. Die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes wird vom Land Hessen finanziell gefördert.


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