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Leben in Wiesbaden

Umwelt-Tipp August: Sicher Radfahren in der Stadt

Radfahren hat Zukunft: Immer mehr Menschen werden Teil der Bewegung und nutzen Fahrräder und E-Bikes, um schnell, kostengünstig und klimafreundlich unterwegs zu sein. Was Fahrrad-Neulinge und -Fans wissen sollten, erläutert der Umwelttipp.

Zugegeben, Wiesbaden ist noch keine Fahrradstadt, aber sie könnte eine werden. Es liegt an jedem selbst.
Fahrradstädte gelten als grün, leise und abgasarm. Sie bieten eine hohe Lebensqualität und sind bei Jung und Alt beliebt. Viele Menschen sind hier auch im Alltag selbstverständlich mit dem Rad unterwegs, ob zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Training. Doch wie kommt es dazu? Warum entwickeln sich manche Städte zu sogenannten "Fahrradstädten"?

Ein klassisches "Henne-Ei-Problem"! Was steht am Anfang? Eine gute Fahrradstruktur oder viele radelnde Menschen? Wahrscheinlich braucht es beides. Deshalb gilt: Wer heute aufs Rad steigt, fördert nicht nur seine Fitness, sondern trägt langfristig auch zu einer fahrradfreundlichen Verkehrsstruktur und klimafreundlichen Entwicklung in Wiesbaden bei.
Also, was hält uns noch auf? "Morgen komme ich mit dem Fahrrad. Diesmal wirklich!"

Sicher und entspannt Radfahren

Tipps für Fahrrad-Neulinge

  • Fahrradcheck vornehmen
    Wer länger nicht gefahren ist oder ein älteres Rad benutzen möchte, sollte zunächst prüfen, ob das Rad verkehrssicher ist. Bei Unklarheiten hilft ein Fahrradhändler oder die Radstation "Der Radler" im Wiesbadener Hauptbahnhof.
  • Sicher Radfahren lernen
    Der "Allgemeine Deutsche Fahrradclub Hessen" (ADFC) bietet Fahrradkurse für Erwachsene an. Diese wenden sich gleichermaßen an Anfänger, Wiedereinsteiger und an unsichere Radfahrerinnen und Radfahrer.
  • Schleichwege finden
    Der Umstieg vom Auto auf das Rad bedeutet möglicherweise, neue Wege zu fahren. Statt der gewohnten Hauptverkehrsachsen können kleinere und weniger befahrene Straßen genutzt werden. Der Radroutenplaner Hessen zeigt fahrradfreundliche und steigungsarme Strecken.

Was ist erlaubt?

  • Goldene Fahrradregeln
    Das eigene Verhalten im Straßenverkehr hat Einfluss auf die Sicherheit. Dazu zählt rücksichtsvolles, defensives Fahren mit Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern ebenso wie eindeutiges und selbstsicheres Fahren mit Abstand zu Autos und Fußgängern.
  • Fahren gegen die Einbahnstraße
    Manche Einbahnstraßen dürfen von Radfahrenden auch gegen die Fahrtrichtung befahren werden. Diese Straßen sind dann mit einem Zusatzschild "Radfahrer frei" gekennzeichnet. Am anderen Ende der Straße werden die einfahrenden Autofahrer mit einem Schild auf den entgegenkommenden Radverkehr hingewiesen - trotzdem rechnen sie nicht unbedingt damit. Deshalb gilt: Beim Fahren gegen die Einbahnstraßen immer sehr weit rechts fahren!
  • Fahren auf Radwegen
    Radwege, die mit einem Radverkehrsschild gekennzeichnet sind, müssen von Radelnden benutzt werden. Anders ist es bei Radwegen, die nicht mit diesem Schild ausgewiesen sind. Hier können Radfahrende selber entscheiden, ob sie lieber auf der Straße oder auf dem Radweg fahren. Grundsätzlich sind Radwege nur für eine Fahrtrichtung vorgesehen. Die Nutzung in beide Fahrtrichtungen ist nur bei entsprechender Beschilderung erlaubt.
  • Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen
    Fahrräder sind Fahrzeuge. Das Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen ist deshalb für Radler, die älter als zehn Jahre sind, verboten. Doch es gibt Ausnahmen. Dann ist der Gehbereich mit dem Zusatzschild "Radfahrer frei" gekennzeichnet. In diesem Fall sind Radfahrer aber nur "geduldete Gäste". Sie dürfen nicht schneller als Schritttempo fahren und sich keinesfalls den Weg "freiklingeln".
  • Fahren auf Fahrradstraßen
    In Fahrradstraßen gilt die gesamte Fahrbahn als Radweg. Sie sind mit einem speziellen Hinweisschild gekennzeichnet. Autos dürfen hier nur fahren, wenn ein Zusatzschild dies erlaubt, z.B. für Anwohner. Da Radfahrende Vorrang haben, dürfen sie nebeneinander fahren, auch wenn Autos dadurch am Überholen gehindert werden.

Was tun, wenn?

  • Autos blockieren den Radweg
    Halten und Parken auf Radwegen ist verboten. Werden Radler durch parkende Autos behindert, kann ein freundliches Wort oder ein Hinweiszettel an der Windschutzscheibe helfen, um Autofahrende auf das Verbot hinzuweisen. Grundsätzlich kann die Ordnungswidrigkeit aber auch dem Straßenverkehrsamt Wiesbaden gemeldet werden: erreichbar unter Telefon 0611 / 31-3333 oder per E-Mail – am besten mit Beweisfotos – an verkehrspolizeiwiesbadende.

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