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Leben in Wiesbaden

Umwelt-Tipp Februar: Klimafreundlich ernähren

Ernährung und Klimaschutz hängen eng zusammen. Inzwischen gehen rund ein Fünftel der durch Menschen verursachten Treibhausgase in Deutschland auf das Konto der Ernährung. Das geht auch anders! Wie einfach und genussvoll eine klimafreundliche Ernährung ist, zeigen die nachfolgenden Tipps.

Regional und saisonal sind erste Wahl

Bei Obst und Gemüse sind regionale Produkte der Saison die erste Wahl. Der Energieaufwand für Produkte, die außerhalb der Saison angebaut werden, ist bis zu 100 Mal höher: Sie werden entweder lange gelagert, unter großem Energieaufwand angebaut oder über weite Strecken transportiert. Ein Blick in den Saisonkalender verrät, wann welche Obst- und Gemüsesorten reif sind.

Bio ist besser

Im Ökolandbau werden weniger CO2, Methan und Lachgas als in der konventionellen Landwirtschaft freigesetzt. Außerdem bindet der humusfördernde Ackerbau der ökologischen Landwirtschaft mehr Treibhausgase als die konventionelle Anbauweise. Auch durch den Verzicht auf Kunstdünger wird Energie eingespart.

Tierische Lebensmittel - möglichst wenig

Milchprodukte, Eier und Fleisch verursachen bei ihrer Herstellung ein Vielfaches an CO2 und Methan als pflanzliche Lebensmittel. Wer pflanzliche Lebensmittel bevorzugt, kann pro Kopf und Jahr die CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent senken. Für Milchprodukte gilt: je höher der Fettgehalt, desto ungünstiger die Klimabilanz.

Lieber frisch als konserviert

Die Klimabilanz von Lebensmitteln ist umso schlechter, je mehr sie verarbeitet wurden. Bei Obst- und Gemüsekonserven erhöhen sich die Emissionen auf das Drei- bis Fünffache im Vergleich zu frischer Ware.

Energieeffizient kochen

Wer mit dem Deckel auf dem Topf kocht, den Backofen nicht vorheizt und den Kühlschrank regelmäßig abtaut, spart eine Menge Energie und Emissionen.

Reste verwerten

Jeder von uns wirft jährlich im Durchschnitt 80 Kilogramm Lebensmittel in die Mülltonne, etwa weil zu viel eingekauft wurde. Angesichts von Hunger und Klimawandel ist dies nicht hinzunehmen. Denn in jedem Lebensmittel steckt viel Energie, die bei der Produktion, dem Transport, der Lagerung und der Vermarktung der Produkte verbraucht wird.

Verpackung - weniger ist mehr

Lebensmittel ohne Verpackung haben die bessere Klimabilanz. Ansonsten sind Mehrwegverpackungen die bessere Alternative zu Einwegverpackungen.

Möglichst ohne Auto

Der Einkaufsweg selbst wirkt sich auch auf den CO2-Kontostand aus. Wer mit dem Auto zum regionalen Erzeuger fährt, macht schnell die Vorteile einer klimaschonenden Lebensmittelwahl zunichte. Daher wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder den Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen.

Die Welt im Blick

Fairtrade-Kriterien fördern eine nachhaltige Anbauweise und die Schonung der Ressourcen. Dazu gehören der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, ein sparendes Wassermanagement und ein verringerter Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Quelle: Faltblatt "Klimagourmet. Genießen und das Klima schützen: Saisonkalender + Einkaufstipps", Klimagourmet-Initiative Frankfurt am Main, www.klimagourmet.de

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