Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Leben in Wiesbaden

Vorträge im Umweltladen

Im Umweltladen finden am 2., 9. und 16. November im Rahmen der Ausstellung "Apfel schützt Steinkauz – Streuobstwiesen in Wiesbaden" drei Vorträge statt.

Der Speierling - ein Baum von Bedeutung - 2. November 2017, 18.30 Uhr, kostenlos

Diese fast unbekannte und vom Aussterben bedrohte Baumart, prägt schon seit hunderten Jahren das Bild der Streuobstwiesen. Der herbe Saft der Früchte wird zur qualitativen Verbesserung des Apfelweins verwendet. Besonders interessant ist daher die landschafts- und kulturhistorische Betrachtung des Speierlings vom Rheingau bis zur Wetterau. Aber auch sein ökologischer Wert und die Besonderheiten der Vermehrung machen den Speierling zu einem besonderen Baum. Um seine Bestände langfristig zu sichern, müssen neue Ideen zur Verwendung des Holzes und der Früchte des Baumes erarbeitet werden.

Der Vortrag von Anne Köhler - Landschaftsarchitektur, Hochschule Geisenheim - gibt einen umfassenden Überblick über den Status des Speierlings in unserer Region.

Vom heimlichen Leben der Gartenschläfer - 9. November 2017, 18 Uhr, kostenlos

Der putzige Nager ist bei uns manchmal noch in lichten Wäldern, Streuobstwiesen und naturnahen Gärten anzutreffen. Er ist aber stark in seiner Existenz gefährdet, in manchen Bundesländern ist er sogar schon ausgestorben. Durch die Verdichtung der Bebauung und die Rodung von Streuobstflächen wird sein Lebensraum immer kleiner. Olaf Godmann bemüht sich mit der AG Gartenschläferschutz um den Erhalt der Vorkommen in Wiesbaden, im Main-Taunus-Kreis und im Rheingau-Taunus-Kreis. In seinem Vortrag beleuchtet er das Leben des kleinen Bilches und wie die Tiere geschützt und gefördert werden können. Im zweiten Teil des Abends erläutert Nadine Vervoort, von der Wildstation Bilche, was zu tun ist, wenn man verwaiste, verletzte oder kranke Gartenschläfer findet. In ihrer Rettungsstation, die sie seit 2012 in Wiesbaden betreibt, hat sie schon viele kranke, verletze Tieren gepflegt und Jungtiere aufgezogen.

Streuobstwiesen– ein Rückgrat für die Biologische Vielfalt - 16. November 2017, 18 Uhr, kostenlos

Streuobstwiesen sind einzigartige Biotope für viele Tier- und Pflanzenarten. Die besondere Pflanzen- und Tiergemeinschaft kann sich aber nur einfinden, wenn die Flächen auch in ihrer besonderen wirtschaftlichen Form genutzt und gepflegt werden. Das heißt, eine extensive Bewirtschaftung der Wiesenflächen und Pflege (gegebenenfalls Erneuerung) der Baumbestände. Die Nutzung und Vermarktung des Obstes spielt hierbei eine große Rolle. Wie es in Wiesbaden um die Streuobstwiesen bestellt ist, welche einzigartiges Potential der Biologischen Vielfalt sie beherbergen und wie die Wiesen langfristig geschützt und entwickelt werden können, erzählt Rolf Hussing, Umweltamt Wiesbaden, in einem kleinen ökologischen Streifzug durch die Wiesbadener Streuobstwiesen.

Anzeigen