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Leben in Wiesbaden

Was eigentlich sind Streuobstwiesen?

Die Streuobstwiese ist eine traditionelle Form des Obstbaus, bei der hochstämmige Bäume verstreut in der Landschaft stehen – daher die Bezeichnung "Streu"-obstwiese. Angebaut werden verschiedene Obstarten und -sorten, meistens Apfel, Kirsche, Birne und Pflaume. Die alten lokalen Sorten sind robust und gut an die Standorte angepasst und können so Krankheitserregern und Schädlingen oft widerstehen. Künstliche Düngemittel und Pestizide werden daher nicht benötigt.

Als Bestandteil einer alten, vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft prägten Streuobstwiesen über Jahrhunderte das Landschaftsbild des Taunusvorlandes. Häufig verlief rund um Ortschaften und Höfe ein Obstbaumgürtel. Er lieferte das begehrte Obst und spendete Mensch und Weidevieh Schatten.

Während der Blütezeit bieten diese Flächen einen einzigartigen Anblick, denn sie gehören zu den seltenen Standorten für artenreiche Glatthaferwiesen. Auf diesen finden Wiesenflockenblume, Kleines Mädesüß, Wiesenknautie oder Wiesensalbei ideale Bedingungen.

Bis zu 5 000 Tierarten leben in diesen blütenreichen Wiesen. Besonders wohl fühlen sich Käfer, Wespen, Hummeln, Bienen und andere Insekten. Aber auch Säugetiere, Vögel und Spinnentiere sind in großer Zahl zu finden. Bei der Bestäubung der Obstbäume spielt vor allem die Honigbiene eine herausragende Rolle. Beim ökologischen Pflanzenschutz helfen Singvögel und Fledermäuse, die eifrige Insektenjäger sind.

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