Wiesbadener Umweltpreis 2014 – Preisverleihung

Im Jahr 2014 wurden die Projekte zur Recyclingtasche "Lilybag" und "Das Eis" mit dem Wiesbadener Umweltpreis 2014 ausgezeichnet.
Der Umweltpreis der Landeshauptstadt wurde am 7. November 2014 vergeben. | © wiesbaden.de / Foto: N-Media-Images - Fotolia.com

Am 7. November 2014 wurde im großen Festsaal des Rathauses zum dritten Mal der Umweltpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden verliehen. Bürgermeister und Umweltdezernent Arno Goßmann übergab den Preisträgern das Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro sowie Urkunden und einen Pokal. Den Preis teilen sich die ökologisch-soziale Unternehmergemeinschaft "reTHING Projektgemeinschaft" im Wiesbadener Salon mit ihrem Projekt "Wiesbaden zeigt Flagge mit der Lilybag" und die Firma Qoobee GmbH division healthy planet mit "Das Eis" für ihre nachhaltige Wirtschaftsweise.

Großes Themenspektrum der eingereichten Bewerbungen

Mit dem Wiesbadener Umweltpreis zeichne man dieses Jahr zwei Bewerber aus, die in herausragender Weise im Sinne der Nachhaltigkeit aktiv seien, denn sie verknüpften sehr erfolgreich Umweltschutz mit sozialen und ökonomischen Aspekten, würdigte Bürgermeister Arno Goßmann die Preisträger. Er zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität und dem großen Themenspektrum aller eingereichten Bewerbungen: Ob Energieeinsparung, Ressourcenschonung, Umweltbildung, Schutz von Biotopen oder Tier- und Pflanzenarten – die Bandbreite der Aktivitäten sei beeindruckend und zeige, wie breit das Umweltengagement von Einzelpersonen, Initiativen, Vereinen und Unternehmen in Wiesbaden insgesamt aufgestellt sei, so Goßmann. Daher sei es der Jury auch nicht leicht gefallen, sich für einen Preisträger zu entscheiden. Nach einem intensiven Abwägungsprozess, erklärte Goßmann, habe es aber ein klares Votum der Jury für die zwei gleichermaßen preiswürdigen Bewerbungen gegeben. Die Jury setzte sich aus dem Umweltdezernenten, Vertretern der am Umweltausschuss teilnehmenden Fraktionen sowie dem Leiter des Umweltamtes zusammen.

Zum ersten Mal wurde dieses Jahr auch ein Sonderpreis über 1.500 Euro verliehen, den die Abbott GmbH & Co. KG stiftet. Den Preis erhielten das Repair-Café Wiesbaden-Westend und das Repair-Café im Volksbildungswerk Wiesbaden-Klarenthal.

Die Gewinner des Umweltpreises

Die "Lilybags" von reTHING sind Taschen, die aus ausrangierten Werbefahnen genäht werden und Plastiktüten ersetzen. Ziel des Projekts ist es, den Verbrauch an Plastiktüten in Wiesbaden drastisch zu verringern. Bei einem Verbrauch von durchschnittlich 71 Plastiktüten pro Kopf und Jahr in Deutschland möchte reThing den Verbrauch in Wiesbaden um bis zu zehn Millionen Tüten in zwei Jahren verringern. Zugleich wird die städtische Fahnenkammer um 700 gelagerte Altfahnen entlastet, die sonst als Abfall entsorgt werden. Genäht werden die Lilybags von Frauen, die dadurch wieder einen Zugang zu einem Job erhalten. Das Projekt zeichnet sich durch eine regionale Wertschöpfungskette aus – zugleich hilft es, Abfall zu reduzieren und Erdölressourcen zu schonen.

"Das Eis" von Qoobee GmbH division healthy planet verbindet die Attribute bio, glutenfrei, fairtrade und zum Teil laktosefrei oder vegan. Geliefert wird bundesweit, aber auch ins europäische Ausland. Es wird ausschließlich Ökostrom zur Herstellung verwendet und das komplette Becher-Sortiment ist kompostierbar – auch die Löffel. Ein Großteil der Milch wird von der Domäne Mechtildshausen bezogen.

Gewinner des Sonderpreises: Repair-Cafés Klarenthal und Westend

In den Repair-Cafés werden defekte Alltagsgegenstände – ob Laptop, Bildschirm oder Küchengeräte – kostenlos und ehrenamtlich mit oder unter fachkundiger Anleitung repariert. Somit wird Wissen weitergegeben, fremde Menschen kommen miteinander in Kontakt und bei einer Tasse Kaffee lassen sich im Gespräch viele Erfahrungen austauschen. So werden Geld gespart und kostbare Ressourcen geschont und das soziale Miteinander gestärkt.

Alles in allem seien die Repair-Cafés eine Idee, die aufzeige, dass sich Umweltschutz nicht nur finanziell lohne und Spaß mache, sondern auch ein direkter Gewinn für die Gesellschaft sei, fasste Laudator Bernhard Labestin von Abbott zusammen.



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