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Gesundheitsthema: „Polyneuropathien – Taubheit und Kribbeln“
Seit 2002 veranstalten das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt und der Praxisverbund Wiesbaden die Gesundheitsforen der Reihe „Verständliche Medizin – Gesundheitsthema des Monats“. Thema des ersten Gesundheitsforums im neuen Jahr ist am Mittwoch, 22. Januar, um 17.30 im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses „Polyneuropathien - Taubheit und Kribbeln in Händen und Füßen“. Im Stadtverordnetensitzungssaal steht auf Anfrage eine Höranlage zur Verfügung, die ein deutliches Hören und somit ein besseres Verstehen ermöglicht (FM=Funk-Mikrofon).
Über „Mißempfindungen der Beine - Diagnostik und Therapie der Polyneuropathie" referiert Dr. Nico Burkhardt, Facharzt für Neurologie, Medicum Facharztzentrum Wiesbaden. „Polyneuropathien bei Tumorpatienten als Folge von Erkrankung und Therapie“ ist das Thema von Dr. Bastian Jaeschke, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Klinik für Innere Medizin III. Und Privatdozentin Dr. Kornelia Konz, Fachärztin für Innere Medizin, Deutsche Klinik für Diagnostik, Fachabteilung Endokrinologie/ Diabetologie, spricht über „Diabetische Polyneuropathien - Möglichkeiten der Früherkennung". Die Begrüßung und Moderation übernimmt Professor Dr. Franz Josef Prott, der Vorsitzende des Praxisverbundes Wiesbaden e.V.. Das ausführliche Programm steht auch im Internet unter www.wiesbaden.de/verstaendliche-medizin.

Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven und zwar vieler Nerven gleichzeitig („Poly“). Diese Nerven verbinden Gliedmaßen, Eingeweide und Sinnesorgane und sorgen dafür, dass sich Muskeln zusammenziehen und Reize wie Schmerz oder Kälte ans Gehirn „gemeldet“ werden. Die Polyneuropathie führt zu Empfindungs- und Funktionsstörungen in den Körperregionen, die von diesen Nerven sensibel versorgt werden. Gelingt es, die Grunderkrankung erfolgreich zu behandeln oder Risikofaktoren auszuschalten, wird sich die Polyneuropathie oft bessern oder sogar ganz zurückbilden. Vorbeugen kann man am besten, indem man die bekannten Risikofaktoren vermeidet, beziehungsweise Grunderkrankungen so weit wie möglich behandeln lässt.

Polyneuropathie beginnt häufig in den Füßen und Händen, wo Kribbeln und eingeschlafene Füße strumpf- beziehungsweise handschuhförmig auftreten. Oft folgen dann ein starkes Brennen und eine übersteigerte Schmerzempfindlichkeit. Die Intensität von Sinneseindrücken kann aber auch reduziert sein und Betroffene bemerken hohe Temperaturen oder schmerzhafte Wunden nicht mehr. Andere haben einen unsicheren Gang oder schwanken im Stehen.

Es sind mehrere hundert Ursachen für Polyneuropathien bekannt. Diabetes und Alkoholismus sind heute in Europa die mit Abstand häufigsten Ursachen. Weitere Auslöser sind Nervenentzündungen, die durch eine Infektion ausgelöst worden sind. Als Erreger dafür kommen verschiedene Bakterien (Borrelien, Diphtherie-, Lepra- und Scharlach-Erreger, Salmonellen), Parasiten (Malaria-Erreger) und Viren (Aids-, Masern- und Influenza-Virus, Herpes zoster) in Frage. Auch Schadstoffe und Umweltgifte (Pestizide, Quecksilber, Blei sowie Lacke, Verdünner oder Klebemittel) können zu Polyneuropathien führen. Weitere Risiken sind Medikamente wie Chemotherapeutika, Antirheumatika, Antidiarrhoika, Krebsmedikamente sowie Ernährungsdefizite oder Fehlernährung. Auch Stoffwechselerkrankungen und Nierenschäden, Rheuma, Unterfunktion der Schilddrüse, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, schwere Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen, bösartige Tumore kommen als Ursache in Betracht.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
Telefonzentrale Rathaus:

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