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Wiederentdeckt: Kéler Béla und seine „La Belle de Wiesbaden“
Die Wiesbadener Musikakademie und die Landeshauptstadt Wiesbaden haben eine CD „La Belle de Wiesbaden, Salonmusik der Kurgesellschaft des 19. Jahrhunderts“ mit der Musik des „wiederentdeckten“ Komponisten Kéler Béla veröffentlicht.
Seine Musik gehört zu dem besonderen Kulturerbe von Wiesbaden: Kéler Béla, der zwanzig Jahre in Wiesbaden lebte und vielfach im Kurhaus dirigierte, komponierte im 19. Jahrhundert zahlreiche populäre Stücke. Eine Auswahl davon hat die Wiesbadener Musikakademie in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Kulturerbe als CD nun herausgebracht. Sie ist über die Touristinformation zum Preis von 4,95 Euro zu beziehen. Außerdem kann sie online unter http://www.wiesbaden.de/tourismus/kartenvorverkauf-shop/Souvenir-Shop.php bestellt werden.

Kéler und seine Kompositionen waren lange Zeit aus populären Konzerten in Europa, insbesondere in den Kurstädten, kaum wegzudenken. Seine leichte Art, mit musikalischen Themen umzugehen, entsprach den Unterhaltungswünschen des Publikums und den Ansprüchen eines angenehmen Lebens. Er schuf die Musik zur „Gesellschaftskur“, jenem Phänomen, das im 19. Jahrhundert die Kurstädte groß machte. Hier standen die gesellschaftliche Konversation und die Gelegenheit zum Glücksspiel im Vordergrund, weniger die Behandlung von Krankheiten. Kéler Béla komponierte insgesamt 139 Walzer, Ouvertüren und Märsche, viele davon während seiner 20jährigen Schaffenszeit in Wiesbaden. Darunter finden sich populäre Werke wie „Am schönen Rhein gedenk ich dein“. Das beliebte Genrestück sorgte weit über Kéler Bélas Tod hinaus für Ruhm und Anerkennung des Komponisten. Nicht weniger bemerkenswert ist die Walzerfolge „Die letzten Glücksstunden“, die Kéler zur Schließung der Wiesbadener Spielbank im Jahr 1872 als klingenden Nachruf verfasste.

Kéler Béla – so die von ihm bevorzugte ungarische Schreibweise - wurde als Adalbert von Kelér 1820 in Bartfeld/Slowakei geboren und starb 1882 in Wiesbaden. Zunächst Geiger am Theater in Wien folgten ab 1854 Dirigententätigkeiten in Berlin, Wien und Budapest. 1862 kam er nach Wiesbaden als Leiter der Militärkapelle, die aber zugleich die Funktion eines Kurorchesters hatte. Als international anerkannter Musiker und Komponist unternahm er nach 1872 zahlreiche Gastspielreisen in Europa, wohnte aber weiterhin in Wiesbaden.

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Herausgeber:
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