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2017 erneut weniger Jugendliche mit Alkoholrausch in die HSK eingeliefert
„Ich bin froh, dass im Jahr 2017 erneut weniger Jugendliche mit Alkoholrausch in die Helios-Dr. Horst Schmidt Kliniken eingeliefert wurden“, so Bürgermeister Dr. Oliver Franz im Rahmen einer Pressekonferenz zur Arbeit des Präventionsprojektes HaLT (Hart am Limit).
Gemeinsam mit Vertretern des Suchthilfezentrums Wiesbaden stellte Franz dabei die Zahlen aus dem vergangenen Jahr vor. Während 2016 noch 88 Minderjährige in der Klinik für Kinder und Jugendliche aufgenommen wurden, so waren es im Jahr 2017 noch 67. Dr. Franz lobte in diesem Zusammenhang die gezielten suchtpräventiven Ansätze von HaLT, durch die die Anzahl der Einlieferungen - von 160 im Jahr 2011 - in den letzten Jahren sukzessive zurückgegangen sei.

Cetin Upcin, Leiter des Suchthilfezentrums Wiesbaden, führt den Rückgang der Zahlen auf die gute Arbeit im Rahmen des Projektes HaLT zurück. Hier trage die gute Zusammenarbeit, vor allem im präventiven Bereich, die ersten Früchte. Man arbeite bei HaLT institutionsübergreifend und strukturiert im Interesse der Zielgruppe gut zusammen. Es sei zudem eine Wiesbadener Besonderheit, dass ordnungspolitische Maßnahmen in enger Abstimmung mit pädagogischen Angeboten durchgeführt werden. Dadurch könne die Zielgruppe gut erreicht und erforderliche Hilfen frühzeitig eingeleitet werden.

Upcin erinnerte daran, dass das Projekt trotz der guten Ergebnisse im Jahr 2015 kurz vor dem Aus stand. Das Land hatte angekündigt, die anteilige Finanzierung einzustellen. Upcin bedankte sich bei Bürgermeister Dr. Franz, dass er sich damals für die Aufrechterhaltung von HaLT eingesetzt habe. Als Ordnungsdezernent habe dieser den Nutzen des Projektes für die Stadt richtig eingeschätzt und mit seiner Unterstützung die Fortsetzung ermöglicht. Ebenso sei es gut gelungen, das Engagement des Suchthilfezentrums im Kulturpark der Landeshauptstadt Wiesbaden in das Projekt HaLT zu integrieren. Katharina Munz und Thomas Abel berichteten über zahlreiche Aktivitäten der Einrichtung im Kulturpark, wie zum Beispiel „Kiffertest“, die bei den Jugendlichen gut ankämen.

Bei der Bilanz der Jugendschutzkontrollen im Rahmen von Festen sowie der Alkoholtestkäufe konnte keine klare Tendenz ausgemacht werden. So wurden vergangenes Jahr zehn Prozent der kontrollierten Jugendlichen mit Alkohol angetroffen und bei gut einem Viertel der kontrollierten Betriebe wurde Alkohol an Jugendliche verkauft. „Beides sind Zeichen dafür, dass die Arbeit im Rahmen von HaLT weitergeführt werden muss“, so Dr. Oliver Franz, der sich abschließend bei den Projektbeteiligten von Suchthilfezentrum und Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen bedankte.

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Herausgeber:
Pressereferat
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