Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Caligari FilmBühne

Deutsches FernsehKrimi-Festival 2018

Das Deutsche FernsehKrimi-Festival wurde im Jahr 2018 vom 6. bis 11. März bereits zum 14. Mal veranstaltet. Zur Eröffnung war der Tatort "Unter Kriegern" zu sehen. Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Preises 2018 ist der Film "Tatort – Stau".

Aus über 60 Einreichungen von Sendern und Produzenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Vorjury die zehn Wettbewerbsfilme ausgewählt. Dem Trend des Fernsehfilms im vergangenen Jahr entsprechend, blickt auch der Krimi der Jahre 2017/2018 vor allem auf das Private. Der Tod oder das Verschwinden von Kindern und die daraus entstehende Not der Eltern stehen im Mittelpunkt der Hälfte der Produktionen, die im Wettbewerb stehen. Die zehn Produktionen, die im Wettbewerb des diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Festivals standen, waren vom 6. bis 8. März 2018 in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden zu sehen.

Eröffung mit dem Tatort "Unter Kriegern"

Eröffnet wurde das Festival am Dienstag, 6. März, 20 Uhr mit der Premiere des Tatorts "Unter Kriegern". Unter der Regie von Hermine Huntgeburth ermitteln Margarita Broich und Wolfram Koch als Kommissare Anna Janneke und Paul Brix. Bei der Suche nach dem Mörder des kleinen Malte Rahmani erleben sie den Alltag in einem Sportleistungszentrum, das von Joachim Voss äußerst streng und ehrgeizig geführt wird. Dies hat auch Auswirkungen auf seinen zwölfjährigen Sohn Felix und seine Frau Mia. Die Schauspieler Margarita Broich und Golo Euler, die Redakteurin Lili Kobbe und HR-Fernsehfilmchefin Liane Jessen beantworteten im Anschluss an die Vorführung im Filmgespräch Fragen von Knut Elstermann.

Preisverleihung & lange FernsehKrimi-Nacht

Die Preisverleihung fand am 9. März 2018 um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne statt. Beendet wurde das Festival traditionell mit der langen FernsehKrimi-Nacht vom 10. auf den 11. März.

"Tatort – Stau" gewinnt den Deutschen FernsehKrimi-Preis 2018

Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Preises 2018 ist der Film Tatort "Stau" vom SWR. Die Tatort-Folge präsentiert innerhalb eines klassischen Krimiformats ein faszinierendes Figuren-Ensemble in einer ungewöhnlichen Geschichte, die den Zuschauer vom ersten Moment an in seinen Bann zieht. Im alltäglichen Setting des Staus entfaltet sich eine dramatische Ermittlung unter Zeitdruck zu einem unterhaltsamen und poetischen Kaleidoskop menschlicher Geschichten, die das Buch von Daniel Bickermann und Dietrich Brüggemann bis ins Detail authentisch und liebevoll zeichnet. Im Mittelpunkt der Produktion mit den Kommissaren Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) steht die Aufklärung einer Fahrerflucht in einem Stau. Die Regie führte Dietrich Brüggemann, der gemeinsam mit Daniel Bickermann auch das Drehbuch geschrieben hat. Als Preis erhält das Filmteam 1.000 Liter Wein.

Petra Schmidt-Schaller und Heino Ferch

Als beste Darstellerin zeichnete die Jury Petra Schmidt-Schaller für ihre Rolle der Nora Schwarz in dem Zweiteiler "Keine zweite Chance" (Sat.1) aus. Die Ärztin verliert bei einem Überfall ihren Mann, ihr Kind wird entführt, sie selber hat nach mehreren Tagen Koma keine Erinnerung an das Ereignis.

Den Preis als bester Darsteller erhält Heino Ferch für seine Rolle in dem Drama "Ein Kind wird gesucht" (ZDF/ARTE). In dem Film nach einer wahren Begebenheit spielt er den Kommissar Ingo Thiel, der mit seinem Team in einer langwierigen und zermürbenden Ermittlung fünf Monate lang nach dem zehnjährigen Mirco sucht.

Hans-Christian Schmid erhielt einen Sonderpreis für seine Gesamtleistung bei der Produktion "Das Verschwinden". Der Publikumspreis ging an "Ein Kind wird gesucht".