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Caligari FilmBühne

Internationale Maifestspiele

Begleitend zu ausgewählten Theater- und Operninszenierungen der Internationalen Maifestspiele des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden sind im Caligari fünf Filme zu sehen. Für alle Begeisterten der Tanzgastspiele wird ein Tanzfilmprogramm gezeigt.
Von "Der die Zeichen liest" über "Der große Gatsby" bis hin zu "Zauber der Venus" - im Rahmen der Internationalen Maifestspiele zeigt die Caligari FilmBühne fünf ausgewählte Filme - inklusive einem Tanzfilm-Abend.

Alle Filme im Überblick

Film Datum Uhrzeit Version
Der die Zeichen liest

01. Mai

20.00 Uhr OmU

Der große Gatsby 02. Mai 17.00 Uhr OmU
Synecdoche, New York 06. Mail 20.00 Uhr OmU
La grande Bellezza 11. Mai
17.30 Uhr

OmU
Tanzfilme 15. Mai 17.30 Uhr
Zauber der Venus 23. Mai 17.00 Uhr OmU

Der die Zeichen liest

Seit August 2017 steht der russische Film-, Theater- und Opernregisseur Kirill Serebrennikov unter Hausarrest. Dem regierungskritischen Künstler wird Betrug vorgeworfen, weltweit haben sich zahlreiche Künstler mit ihm solidarisch erklärt. Sein Theaterstück "Who Is Happy in Russia?" ist bei den Internationalen Maifestspielen im Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen.

Sein aktueller Film ist eine wilde und furiose Groteske, die in Cannes euphorisch gefeiert wurde. Die Satire voll pechschwarzen Humors hält uns die Fallen aktueller Denkmuster gnadenlos vor Augen. Benjamin ist Schüler an einer aufgeklärten, staatlichen Schule. Doch als er zum Christentum konvertiert, verwendet er die Bibel als schier unendliche Ressource der Aggression. So heftig und eloquent ist Benjamins Protest gegen den wissenschaftlichen Tenor der Schule, dass die Lehrerschaft bald ins Wanken gerät.

Russland 2016, 118 Minuten, FSK ab zwölf

Der große Gatsby

Als Nick Carraway im Jahr 1922 nach New York kommt, fühlt sich der junge Mann völlig überwältigt von der stetig wachsenden und pulsierenden Metropole. Magisch angezogen wird er dennoch von der Gesellschaft, in der man für Partys lebt und in der das Geld regiert. Im Zentrum dieses Kosmos steht Jay Gatsby, ein Selfmade-Millionär, der sich mit Geld alles kaufen kann. Bis auf seine große Liebe, Daisy Buchanan, die mit einem anderen verheiratet ist. Doch Gatsby glaubt weiter an seinen Traum, Daisy zurückzugewinnen ...

F. Scott Fitzgeralds Roman über die amerikanische Gesellschaft der Roaring Twenties gehört zu den bekanntesten Werken der Moderne. Baz Luhrmann setzt meisterhaft und opulent, aus der Perspektive des Beobachters Nick, die Gesellschaft der oberen Zehntausend in Szene.

USA/Australien 2013, 142 Minuten, FSK ab zwölf

Synecdoche, New York

In seinem Regiedebüt erzählt Charlie Kaufman von der Sinnsuche eines deprimierten Theaterregisseurs, der permanent nach Antworten sucht, dabei aber nur auf Fragen stößt: Der Theaterregisseur Caden Cotard lebt in der Kleinstadt Synecdoche im Bundesstaat New York. Als er eines Tages ein seltsames Augenleiden bei sich feststellt, ist dies der Auftakt zu einer Serie von mysteriösen Nervenkrankheiten, die seine Körperfunktionen außer Kraft zu setzen scheinen. Dann verlässt ihn auch noch Ehefrau Adele mit der gemeinsamen Tochter Olive in Richtung Berlin. Irgendetwas muss geschehen! Also mietet er sich für das neue Stück seiner Theatergruppe ein riesiges, leerstehendes ehemaliges Kaufhaus mitten in New York. Nach und nach bastelt er darin eine Nachbildung der realen Welt mit Schauspielern, die darin ein fiktionales Leben leben.

USA 2018, 123 Minuten, FSK ab zwölf

La grande Bellezza

Begleitend zum Festspielthema der Internationalen Maifestspiele "Ein Traum voll Lust und Freude" zeigt das Caligari die Gesellschaftssatire von Paolo Sorrentino, in der er der Elite der römischen Gesellschaft nach Fellinis Vorbild einen Spiegel vorhält und damit ihre Dekadenz entlarvt.

Mit 25 schrieb Jep Gambardella ein literarisches Meisterwerk. Dem Erfolgsroman sollte jedoch nie ein Zweitwerk folgen. Stattdessen frönt der weltgewandte Lebemann mittlerweile seit 40 Jahren dem süßen Nichtstun in der High Society Roms, ist in Wahrheit jedoch von der Bedeutungslosigkeit seines Daseins angewidert. Als er vom Tod seiner ersten Liebe erfährt, erwacht er endlich aus seiner Lebensstarre.

Italien/Frankreich 2013, 142 Minuten, FSK ab zwölf

Tanzfilme

Eine kleine Tradition haben sie schon, die Tanzfilme im Rahmen der Internationalen Maifestspiele in der Caligari FilmBühne. In diesem Jahr laden dazu ein, sich zwischen filmischen Dokumenten der Arbeit Sang Jijias, Close Ups zur GöteborgsOperans Danskompani sowie zum Akrobaten, Schauspieler und Tänzer Yoann Bourgeois dem Programm der Tanzgastspiele anzunähern.

Zu Gast ist Kathrín Hall, Künstlerische Leiterin GöteborgsOperans Danskompani.

90-minütiges Kurzfilmprogramm.

Zauber der Venus

Es könnte die Chance seines Lebens sein: Der im Westen praktisch unbekannte ungarische Dirigent Zoltan Szanto erhält die Chance, an der Pariser Oper Richard Wagners Meisterwerk "Tannhäuser" zu dirigieren. Das aus Europäern und Amerikanern bestehende Ensemble begrüßt ihn begeistert, doch nicht alle teilen des Maestros bedingungslose Hingabe an die Musik: Gewerkschaftsauflagen, Sprachprobleme, Intrigen und nationale Eifersüchteleien gefährden das ehrgeizige Projekt.

Die schwedische Diva Karin Anderson gebärdet sich äußerst kapriziös. Zwischen ihr und Szanto entbrennt jedoch bald eine leidenschaftliche Liebesaffäre, was zum Zerwürfnis mit Szantos Familie führt. Am Ende zählt nur der Erfolg der Premiere, die allerdings vor dem geschlossenen "Eisernen Vorhang" stattfinden muss.

Großbritannien 1990, 119 Minuten, FSK ab zwölf