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Feuerwehr Wiesbaden
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Jugendfeuerwehr Wiesbaden auf Russlandreise

Im Sommer 2017 fand eine internationale Jugendbegegnung der Jugendfeuerwehren aus Wiesbaden und Kirow statt. Die hessischen Teilnehmer reisten vom 31. Juli bis 11. August nach Russland, um dort ihre Kollegen zu treffen.

Im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung reisten Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wiesbaden am 31. Juli ins russische Kirow und besuchten dort die Kollegen ihrer Partner-Feuerwehr. Diese Partnerschaft zwischen den Wehren gibt es seit 2014. Nach 2015 war es das zweite Mal, dass eine Wiesbadener Delegation nach Kirow fuhr.

Nachdem man sich am Abreisetag um 4.30 Uhr morgens am Feuerwehrhaus in Nordenstadt traf, um die Koffer zu verwiegen, ging es für die teilnehmenden Jugendlichen der Wehren aus Nordenstadt, Erbenheim, Schierstein, Stadtmitte und Biebrich zum Flughafen, um Richtung Moskau aufzubrechen.

In der russischen Hauptstadt angekommen holte ein Bus die Jugendlichen und Betreuer vom Flughafen ab. Anschließend ging es mit dem Zug weiter. Da Kirow zirka 980 Kilometer von Moskau entfernt liegt, dauerte es zwölfeinhalb Stunden, bis alle am Ziel waren. Im Schlafwagen hatten die Teilnehmer der Delegation die Möglichkeit, sich eine Runde aufs Ohr zu legen, bevor sie am Bahnhof in Kirow feierlich von den russischen Kollegen in Empfang genommen wurden.

Abwechslungsreiches Programm vor Ort

In Kirow erlebten die Jugendlichen viele interessante Tage und hatten die Möglichkeit, Land, Kultur und Leute kennenzulernen. Es wurde eine Menge von den russischen Gastgebern geboten. Auf dem Programm standen eine Bootstour, Klettern, Unterweisungen in erster Hilfe und das Basteln einer Trage für Verletzte im Wald. Außerdem gab es vielfältige Freizeitbeschäftigungen wie Fußball, Volleyball oder Hockey.

Auch die fachliche Seite kam nicht zu kurz. So besuchten die Teilnehmer das Katastrophenschutzministerium der Feuerwehr in Kirow. Bei einer Konferenz der Partnerorganisation hatte der Wiesbadener Stadtjugendfeuerwehrwart Uwe Waldaestel in einem Vortrag die Gelegenheit, den russischen Kameraden das Feuerwehrwesen in Deutschland näherzubringen. In mehreren Schauübungen gaben die russischen Feuerwehrleute ihren deutschen Kollegen einen Einblick in ihre Arbeit und Verfahrensweisen. Man stellte schnell fest, dass die Arbeit sehr ähnlich und das Verständnis von Aufgaben und Pflichten dasselbe ist.

Die Betreuer wurden mit Medaillen des russischen Feuerwehrverbandes für ihre Bemühungen um die Verständigung zwischen beiden Ländern geehrt. Der russische Minister für Katastrophenschutz wurde mit der Medaille für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet. Außerdem erhielten einige Offiziere die Floriansmedaille in Bronze der Hessischen Jugendfeuerwehr.

Am Ende waren sich alle, wie schon im Jahr 2015, einig, dass es eine tolle Veranstaltung war und der Wunsch besteht, diese auch in den nächsten Jahren fortzusetzen. Im Jahr 2018 wird die russische Delegation ihren Gegenbesuch in Wiesbaden antreten.