Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Literaturhaus Villa Clementine

Schreibprojekt "Literatur in Einfacher Sprache"

Mit Ricarda Junge, Verena Boos, Sudabeh Mohafez und Pierre Jarawan.

Literatur kann einfach sein und den unterschiedlichsten Menschen Freude bereiten – Das will das Literaturhaus Villa Clementine mit einem Schreibprojekt für Literatur in Einfacher Sprache zeigen. Die Idee zu einem solchen Schreibprojekt hatte das Literaturhaus Frankfurt. Dort haben im letzten Jahr verschiedene Autorinnen und Autoren literarische Texte zum Thema "Frankfurt, deine Geschichte" geschrieben. Das Projekt geht ab Ende 2018 schon in die zweite Runde.

Das Literaturhaus Wiesbaden hat nun zu seinem Schreibprojekt die Autorinnen Ricarda Junge, Verena Boos und Sudabeh Mohafez sowie den Autor Pierre Jarawan eingeladen. Zunächst haben sie dafür im Herbst an einem Workshop mit einer Lektorin im Literaturhaus teilgenommen. Dort haben sie bestimmte Regeln für das Schreiben in Einfacher Sprache gelernt. Sie fanden es eine spannende Herausforderung, eine Geschichte mit einfachen und gleichzeitig schönen Worten zu schreiben. Worum es in den Geschichten in Einfacher Sprache geht, kann man in zwei Lesungen im Literaturhaus Villa Clementine erfahren. Die Autorinnen und der Autor lesen dort ihre Texte vor und erzählen auch davon, wie das Schreiben in Einfacher Sprache für sie war.  

Man kann die Veranstaltungen auch besuchen, wenn man noch nicht so gut Deutsch spricht oder Schwierigkeiten mit der Sprache und dem Verstehen hat.

Infos zu den Autorinnen und dem Autor des Schreibprojekts

Verena Boos studierte Anglistik und Soziologie und hat ihre Doktorarbeit in Zeitgeschichte geschrieben. Sie arbeitet auch als Journalistin und hält Vorträge. Für längere Zeit lebte sie in Italien, Großbritannien und Spanien. Von ihr erschienen die Romane "Blutorangen" und "Kirchberg". Sie erhielt bereits mehrere Preise.

Ricarda Junge wurde 1979 in Wiesbaden geboren und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert und danach evangelische Theologie in Frankfurt am Main. Zu ihren Büchern gehören "Eine schöne Geschichte" und "Die letzten warmen Tage". Sie hat unter anderem den Robert-Gernhardt-Preis erhalten.

Ricarda Junge und Verena Boos stellen ihre Geschichten am 17. Januar 2019 im Literaturhaus vor.

Sudabeh Mohafez wurde 1963 in Teheran geboren und lebt heute in Stuttgart. Sie hat eine deutsche Mutter und einen iranischen Vater. In ihrem Elternhaus wurde Deutsch, Persisch und Französisch gesprochen. Seit 1979 lebt sie in Deutschland. Nach dem Studium der Musik, Anglistik und Erziehungswissenschaften war sie jahrelang Leiterin eines Frauenhauses. Sie hat mehrere Romane geschrieben, darunter "Gespräch in Meeresnähe" und "brennt". 2006 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. "Am Ende bleiben die Zedern“ ist sein erster Roman, für den er bereits mehrere Preise erhielt. Pierre Jarawan lebt in München.

Sudabeh Mohafez und Pierre Jarawan stellen ihre Geschichten am 7. Februar 2019 im Literaturhaus vor.

Veranstaltungen

Neben den Lesungen im Januar und Februar 2019 fand bereits im November eine Auftaktveranstaltung mit dem Autor Kristof Magnusson statt. Er stellte seine während des Frankfurter Pilotprojekts entstandene Geschichte über Rosemarie Nitribitt vor und sprach mit dem HR-Moderator Alf Mentzer über die spannende Herausforderung, in Einfacher Sprache zu schreiben.