Kochbrunnen

Der Kochbrunnen am Kranzplatz ist nicht nur Wiesbadens Wahrzeichen, sondern auch ein oft frequentierter Ort von Gesundheitsbewussten. Er ist Wiesbadens bekannteste Thermalquelle der Stadt. Denn aus der ergiebigen Quelle sprudelt Thermalwasser, dem man eine ganze Reihe von Gesundheitseffekten zuschreibt.
Kochbrunnen | © wiesbaden.de

Der Kochbrunnen ist eine der so genannten Primärquellen Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den Kochbrunnenspringer. Die Hauptmenge wird in die Aufbereitungsanlage der Kaiser-Friedrich-Therme geleitet. Von dort gelangt es in das weit verzweigte Thermalwassernetz der Stadt. Es dient sowohl Heilzwecken (auch im Thermalbad Aukammtal), wie auch zur Beheizung des Wiesbadener Rathauses, der Wohnungen im Palasthotel und des "Weberhofs".

Kochbrunnenspringer | © wiesbaden.de

Kochbrunnenspringer

Hier lassen sich die Sinterablagerungen deutlich erkennen, für die Wiesbaden in der Römerzeit bekannt war und die als "Mattiakische Kugeln" zum Färben von Haaren benutzt wurden. Der rötlich-gelbe Belag wächst jährlich um sieben Zentimeter. Er muss oft entfernt werden, damit er den muschelförmigen Brunnen nicht erdrückt.

Technische Daten

Bohrtiefe 43 Meter
Fassung 2,00 - 22,00 unter Gelände
Aufsatzrohr NW 250 Millimeter, 22,00 – 42,00 Meter
Filterrohr NW 250 Millimeter unter Gelände
Material Stahl, gummiert. Die ersten 2,5 bis 18 Meter Zementierung, 18 bis 19 Meter Sand-Gegenfilter, 19 bis 43 Meter Filterkies.
Fördermenge artesischer Druck (6 - 8 bar), 36 Kubikmeter
Entnahmemenge 250.000 Kubikmeter / Jahr
Temperatur 67 Grad Celsius

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