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Medienzentrum Wiesbaden
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Mobiles Lernen

Mobiles Lernen

Mobiles Lernen

Die Notwendigkeit mobilen Lernens hat sich mittlerweile fest im Schulalltag etabliert. Verschiedene Einsatzszenarien bedingen vermehrt die Anforderung an Geräte, schnell und zuverlässig an prinzipiell allen Orten und in allen Räumen der Schule einsetzbar zu sein. Etabliert sind hierbei Notebooks, Tablets haben in unterschiedlicher Ausführung breit im Schulalltag Einzug gehalten.

Vor allem aus den Erfahrungen der beschriebenen Projekte seitens des Schulträgers ergeben sich folgende Herausforderungen, die z.T. auch für andere Ausstattungsvarianten mobiler Arbeitsgeräte gelten und die im MEP 2.0 berücksichtigt werden:

  • Der Unterricht ist viel stärker schülerzentriert und fördert das kooperative Arbeiten.
  • Die Geräte setzen zu großen Teilen völlig neue Betriebssysteme und Apps ein, die nicht über bisher etablierte Konzepte zu administrieren sind.
  • Die Geräte setzen eine zuverlässig funktionierende Netzwerkinfrastruktur voraus und benötigen ein leistungsfähiges WLAN. Diese Voraussetzungen sind mit erheblichen Kosten verbunden.

Tabletprojekt an Wiesbadener Schulen

Ziel des Projekts war seitens des Schulträgers, die Möglichkeiten dieser modernen Medien im Unterrichtsalltag zu nutzen, auszuloten und zu erproben. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die renommierten Medienpädagogen Prof. Dr. Stefan Aufenanger vom Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unterstützt wurde die Studie vom Hessischen Kultusministerium.

Die Lehrer sind überzeugt von den Vorteilen des Einsatzes im Unterricht und beobachten zum Beispiel eine erhöhte Motivation. Sehr interessant ist, dass die Schüler kaum auf einen vollumfänglichen Einsatz drängen, sondern die Tablets dann nutzen möchten, wenn sie einen Vorteil gegenüber anderen Medien oder Unterrichtsszenarien bieten. Die Schüler bewerten die Erfahrungen mit dem Tablet-Lernen insgesamt mit der Schulnote 2,6.

Die Befürchtung, dass die Arbeit mit Tablets im Unterricht zu mehr Vereinzelung der Schüler führen würde bestätigte sich nicht. Die Schüler bevorzugen die Arbeit zu zweit oder in der Gruppe deutlich. Mit großem Interesse wurden die Handlungsempfehlungen von Herrn Prof. Aufenanger aufgenommen, die er hinsichtlich pädagogischer Fragestellungen und systematischer Umsetzungsstrategien für die Planung weiterer Tablet-Projekte in Schulen gab.

iPad-Einsatz im inklusiven Unterricht.

Mit der Modellregion Inklusion hat sich die Landeshauptstadt Wiesbaden gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium als eine der ersten Kommunen Hessens dem großen schul- und gesellschaftspolitischen Thema Inklusion und damit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angenommen. Ein zentrales Postulat inklusiven Lernens ist, dass jeder Schüler seine ihm gemäßen Lernziele und Wege individuell entwickeln soll. Dies trifft sich mit dem medienpädagogischen Ansatz, dass der Einsatz von mobilen Endgeräten wie Tablets individualisiertes und selbstgesteuertes Lernen entwickeln und unterstützen kann. Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 startete deshalb ein Pilot-Projekt, bei dem Förderschulen und inklusiv arbeitende Grundschulen iPads über das Medienzentrum Wiesbaden für Medienprojekte und Unterrichtsvorhaben ausleihen können.

Schülern mit einer Behinderung ermöglichen diese mobilen Geräte, Kommunikation zu unterstützen, motorische Beeinträchtigungen zu kompensieren und Einschränkungen aufgrund von Sinnesbeeinträchtigungen abzumildern. Für das Projekt wurden iPads ausgewählt. Sie gelten als besonders benutzerfreundlich und bringen schon auf der Betriebs-systemebene ab Werk eine Vielzahl von Hilfen für die Arbeit in inklusiven Klassen mit. Darüber hinaus existiert ein breites Angebot an spezialisierten Inklusions-Apps. An dem Inklusionsprojekt nehmen zunächst fünf inklusiv arbeitende Grundschulen und zwei Förderschulen teil.

Bei der Umsetzung des Projekts wurde großen Wert auf eine intensive und systematische Vorbereitung und Schulung der teilnehmenden Lehrer gelegt. Alle beteiligten Kollegen haben an Einführungen in die Gerätebedienung, die Einbindung der Technik und die Bedienhilfen der iPads teilgenommen. In Workshops haben sie Beispiele für bewährte Unterrichtsprojekte kennengelernt und diese selbst erprobt.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt sind sehr ermutigend:

  • Die Akzeptanz und das Interesse ist bei den Schülern erwartungsgemäß sehr hoch. Sie genießen es, das neue Medium spielerisch und erkundend kennenzulernen und sind stolz auf ihre ansprechenden Ergebnisse.
  • Die Kollegien schätzen das einfache Handling und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht ihrer Klassen. Besonders erfreulich ist, dass die Unterrichtsszenarien sich sowohl im Unterricht der Grund- als auch in dem der Förderschulen bewähren konnten.