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HAFA (Hauswirtschaftsfachausstellung)

Artikel

Auf Initiative der Vorsitzenden Erika Hemeling rief der neu gegründete Wiesbadener Hausfrauenbund 1950 eine Industrieausstellung ins Leben. In der Wartburg präsentierten zwölf Aussteller rund 300 Besucherinnen ihre Waren. Aus dieser Veranstaltung, die von nun an jährlich stattfand, entwickelte sich die weit über Wiesbaden hinaus bekannte Hauswirtschaftsfachausstellung, kurz HAFA, die in den folgenden Jahrzehnten immer mehr Aussteller und Besucher anzog. Von der Wartburg zog die Messe zunächst in die Räume des Casinos und anschließend in die Brunnenkolonnade. 1957 fand die Ausstellung erstmals in der neuen Rhein-Main-Halle statt, wo sich über 100.000 Menschen die Messe »Familie – Haus – Hof« anschauten. Der zunehmende Wohlstand und die Technisierung des Haushalts machten die Veranstaltung zu einem attraktiven Anziehungspunkt. Bis 1956 lag die Organisation in den Händen des Hausfrauenvereins, 1957 übernahm eine Wiesbadener Firma diese Aufgabe; ideeller Träger blieb jedoch der Verein.

Der Kreis der Aussteller und Besucher wuchs in den 1960er-Jahren kontinuierlich an. 1960 waren erstmals auch ausländische Firmen zu Gast. 1968 kam es zu einem Besucherrekord mit über 200.000 Interessierten in zehn Tagen. Die HAFA wurde zur bedeutendsten hauswirtschaftlichen Fachausstellung Hessens. 1980 erhielt sie den neuen Namen »Hessens Aktuelle Familienausstellung« und 1981 zog es 340 Aussteller aus 14 Ländern nach Wiesbaden. Seit dem Ende der 1980er-Jahre ging die Zahl der Besucher kontinuierlich zurück; 2009 wurde die HAFA zum letzten Mal in Wiesbaden gezeigt.

Literatur

Betz, Sigrid: 40 Jahre Ortsverband Wiesbaden des Deutschen Hausfrauenbundes, Walluf 1989.

HAFA-Journal. 40 Jahre. Benheim Heckmann GmbH (Hrsg.), Wiesbaden 1989.

HAFA in der Rhein-Main-Halle, 1982 wiesbaden.de/ Stadtarchiv Wiesbaden, F001-24, Urheber: Joachim B. Weber
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