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Villa Waldfriede

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Die 1877–79 erbaute, einst an der Platter Straße (oberhalb des Luft- und Sonnenbades Unter den Eichen) einsam im Wald gelegene Villa Waldfriede war ein Werk des Architekten Alfred Schellenberg. Häufig nach ihrem ersten Besitzer, dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Poths, auch »Poths’sche Villa« genannt, war das über 6 ha große Anwesen mit seinem attraktiven Landschaftspark eine Wiesbadener Sehenswürdigkeit, die sogar Einzug in verschiedene Fremdenführer hielt.

Nach einer wechselvollen Geschichte, zu der auch die Nutzung der Villa Waldfriede als Schulungszentrum des BDM in der Zeit des Nationalsozialismus sowie als Ausweichquartier des Biebricher städtischen Altenheims nach 1945 gehörte, erfolgte ab 1966 der Abriss des Haupthauses und der künstlichen Ruinen. Zu Beginn der 1980er-Jahre wurde mit dem Pförtnerhaus auch das letzte Gebäude beseitigt. Verschiedene Spuren und Reste der Bepflanzung des herrschaftlichen Anwesens finden sich noch heute im Gelände.

Literatur

Funk, Birgit; Reiß, Thorsten: Villa Waldfriede. In: Wiesbaden gestern – heute – morgen 3/2003 [S. 16–25].

Russ, Sigrid: Die ehemalige Villa Waldfriede in Wiesbaden. In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 1/2005 [S. 14–19].

Villa Waldfriede, ca. 1900 wiesbaden.de/ Stadtarchiv Wiesbaden, F000-15093, Urheber: unbekannt
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