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Eier in Hessen belastet, aber nicht gesundheitsschädlich

Das Regierungspräsidium Darmstadt als Landeskontaktstelle für das EU-Lebensmittelschnellwarnsystem informiert über mit Fipronil belastete Eier in Hessen.

Seit 2. August 2017 erreichen die im Regierungspräsidium eingerichtete "Landes­kontakt­stelle für das EU-Lebens­mittel­schnell­warnsystem" Informationen von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die in diversen hessischen Lebensmittelmärkten Eier mit Stempelnummern erworben haben, vor deren Verzehr seit dem 1. August durch die niedersächsischen Behörden aufgrund einer Rückstandsbelastung mit Fipromil gewarnt wird.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sind positiv auf Fipronil untersuchte Eier aus den Niederlanden über einen Großhändler in Niedersachsen an verschiedene Zentrallager diverser Handelsketten in mehreren Bundesländern geliefert worden. Verbraucherinnen und Verbrauchern wird angeraten, unabhängig vom Ort ihres Einkaufes die Stempelnummer gekaufter Eier mit den unter lebensmittelwarnung.de publizierten Nummern abzugleichen.

Belastet, aber nicht gesundheitsschädlich

Nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen aus Niedersachsen liegen bei den nach Hessen vertriebenen Eiern die gemessenen Fipronil-Rückstände im Ei deutlich unter dem als Schwelle für eine möglichen Gesundheitsgefahr geltenden Wert von 0,72 Miligramm pro Kilogramm. Es gibt daher derzeit keine Hinweise darauf, dass in Hessen potentiell gesundheitsschädliche Eier in Verkehr gelangt sind. Das gilt für alle Verbrauchergruppen, auch für Kinder.

Die Eier sind jedoch nachweislich mit dem Insektizid Fipronil belastet, das bei lebensmittelliefernden Tieren EU-weit nicht eingesetzt werden darf. Sie sind aufgrund dieser Kontamination unabhängig von einer möglichen Gesundheitsgefahr zum Verzehr ungeeignet und damit nicht verkehrsfähig.

Belastete Eier werden nun in allen betroffenen Handelsketten flächendeckend aus dem Verkauf genommen. Erfahrungsgemäß funktionieren die Rücknahmen bei den großen Handelsketten sehr gut, es finden dennoch stichprobenartig Rücknahme-Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachungsbehörden vor Ort statt.

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun?

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich über die Internet-Adresse lebensmittelwarnung.de (Konsumeier) aktuell darüber informieren, welche Chargen-Nummern in welchen Bundesländern nach dem Stand der Ermittlungen von einer Rücknahme betroffen sind. Auskünfte können auch die jeweiligen Einzelhandelsgeschäfte geben, in denen die Eier gekauft wurden.

Ein aktuelles Informationsblatt des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) unter dem Link am Ende dieser Seite beantwortet wichtige Fragen rund um Fibronilgehalte in tierischen Lebensmitteln.

Stand: 8. August 2017

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