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Rathaus

Projekt Wilhelmstraße 1

Die Bürgerbeteiligung für die Nutzung des Grundstücks Wilhelmstraße 1 ist zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Die Ergebnisse wurden am 28. Januar 2017 im Beisein von Herr Oberbürgermeister Gerich der Öffentlichkeit präsentiert. Die Empfehlung lautet, auf dem Grundstück ein Kunstmuseum für die Sammlung des Mäzens Reinhard Ernst zu errichten.

Über einen Zeitraum von vier Monaten haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit Vertretern der Politik und Verwaltung in einem intensiven Dialogprozess an Nutzungsideen gearbeitet. Fünf Nutzungsideen für das städtische Filetgrundstück wurden dabei anhand von Kriterien so weit konkretisiert, dass sie eine Vergleichsbasis für eine transparente Entscheidung boten. Die Kriterien wurden in der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 30. September 2016 von den Teilnehmern vorgegeben und gewichtet. Dadurch wurde eine klare und nachvollziehbare Entscheidungsfindung möglich.

Manocheher Mortazavi, Wiesbadener Architekt und Ideengeber, hob die Chancen hervor, die sich am Schnittpunkt zweier Kulturmeilen bieten. Ein Museum als Art-Center verspreche zu einem Magneten für Touristen und kulturinteressierte Wiesbadener zu werden.

Alexander Klar, Direktor des benachbarten Landesmuseums, unterstützt die Empfehlung nachdrücklich. Die Sammlung Ernst umfasst 600 Werke, von denen etwa 400 museumswürdig seien, darunter 25, die wahre künstlerische Ikonen darstellten. Neben den Ausstellungräumen solle es auch Räume für kulturelle Aktivitäten und für Wechselausstellungen geben, auch Synergien mit der Arbeit des Landesmuseums seien möglich.

Thomas Freude vom Stiftungsrat der Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung bekräftigte, dass die Stiftung bereit sei, die Bau- und Betriebskosten des Museums zu tragen. Die Stadt solle im Gegenzug das Erbbaurecht für das Grundstück gewähren. Im Beteiligungsprozess war jedoch auch die Forderung erhoben worden, dass die Stadt ihr Mitsprachrecht bei der Umsetzung nicht aus der Hand geben soll.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung hatten die vier Ideengeber, die ein Zukunftslabor, ein Zentrum für Familien und Kinder, ein Hotelprojekt und ein Mehrgenerationenhaus vorgeschlagen hatten, auch noch mal die Gelegenheit, ihre Projektvorschläge bei einem "Gallery-Walk" zu präsentieren und Unterstützer zu finden. Denn, so die Empfehlung weiter, auch die für den Standort Wilhelmstraße 1 nicht zum Zug gekommenen Nutzungsideen seien wertvoll für die Stadt und ihre Umsetzung sollte an anderen Standorten geprüft werden.

Oberbürgermeister Sven Gerich dankte allen Beteiligten, besonders den Ideengebern, für ihr ehrenamtliches Engagement. Nun sei es Aufgabe der Stadtverordnetenversammlung die Empfehlung aus dem Beteiligungsprozess in ihre Entscheidungsfindung einfließen zu lassen.


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