Amtsvorgänger

Die Wiesbadener Oberbürgermeister seit dem Bau des neuen Rathauses im Jahr 1886.

Dr. jur. Carl von Ibell (1847 - 1924)
01.08.1883 Erster Bürgermeister in Wiesbaden, seit 1886 mit dem Titel Oberbürgermeister, bis 31.03.1913. Seit 1892 Mitglied des Herrenhauses, 1901 Mitglied des Provinzialrats. Ehrenbürger von Wiesbaden. In seiner Amtszeit glanzvollste Zeit Wiesbadens, Aufstieg zur Großstadt. Bau von Rathaus, Theater, Kurhaus, Bahnhof, Kanalisation.

Karl Glässing (1866 - 1952)
Seit 1894 im großherzoglich hessischen Staatsdienst. Geh. Oberfinanzrat in Darmstadt. 1909 Bürgermeister, 01.04.1913 bis 03.11.1922 Oberbürgermeister von Wiesbaden. Am 05.11.1919 von der Besatzungsmacht ausgewiesen. 1922 bis 1932 Präsident des Landesfinanzamts Darmstadt. Ehrenbürger von Wiesbaden. Finanzreformen; Bau des Museums.

Friedrich (Fritz) Travers (1874 - 1929)
Jura-Studium; Februar 1903 Magistratsassessor bei der Stadt Wiesbaden. 1905 Stadtrat. Seit 1913 Bürgermeister. Nach der Ausweisung Glässings 1919 Übernahme der Amtsgeschäfte. 13.02.1923 bis 12.11.1924 ausgewiesen. Vom 26.06.1925 bis zu seinem Tod Oberbürgermeister. In seiner Amtszeit Eingemeindung zahlreicher Vororte.

Georg Krücke (1880 - 1961)
1898 bis 1901 Jura-Studium; Notar und Rechtsanwalt in Limburg und (seit 1910) in Wiesbaden. Seit 1913 Stadtverordneter. 28.03.1930 bis 03.06.1933 Oberbürgermeister (Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten). Bis 1938 Rechtsanwalt, dann Geschäftsführer. 21.04.1945 bis 11.08.1946 wiederum Oberbürgermeister. Ehrenbürger von Wiesbaden.

Alfred Schulte (1872 - 1957)
Technisches Studium. 1904 Ingenieur bei der Stadtverwaltung Wiesbaden. 1911 Leiter der Wasser- und Lichtwerke. Seit 1913 Stadtrat, 1918 Stadtkämmerer, 1920 Zweiter Beigeordneter, 1925 Bürgermeister, weiterhin Stadtkämmerer. 06.10.1933 bis 31.03.1937 Oberbürgermeister. 1925 bis 1933 Vorsitzender des Nassauischen Städtetages.

Dr. jur. Erich Mix (1898 - 1971)
1927 bis 1931 Stadtrat in Mühlhausen. 1931 bis 1933 Bürgermeister in Stolp, 1933 bis 1934 in Stettin. Eintritt in die NSDAP 1932. 1934 bis 1937 Oberbürgermeister in Tilsit, 01.04.1937 bis 16.04.1945 in Wiesbaden. Kriegsteilnahme 1939 bis 1945 als Jagdfliegerkommandeur. 1952 bis 1954 Stadtverordneter (FDP), 01.10.1953 Stadtverordnetenvorsteher. 25.02.1954 bis 25.02.1960 wiederum Oberbürgermeister. 1958 bis 1966 Mitglied des Landtags.

Hans Heinrich Redlhammer (1891 - 1980)
Jura-Studium. Diplomatischer Dienst, seit 1929 Vortragender Legationsrat. 1933 entlassen. In der Privatwirtschaft tätig. 1945 Beauftragter für Presse und und Rundfunk bei der Stadt Wiesbaden. 12.08.1946 bis 18.06.1953 Oberbürgermeister in der Zeit des Wiederaufbaus. Kreisvorsitzender der CDU bis 1957. 1961 Präsident der Stresemann-Gesellschaft.

Georg Buch (1903 - 1995)
Schriftsetzer. In der Sozialistischen Arbeiterjugend, dann auch der SPD aktiv. 1933 Stadtverordneter. Nach Verbüßung einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe wegen anti-nazistischen Widerstandes von März 1944 bis April 1945 Inhaftierung in den Konzentrationslagern Hinzert und Sachsenhausen. Seit 1946 Stadtrat, seit 1954 Bürgermeister, 07.04.1960 bis 31.01.1968 Oberbürgermeister. Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung, 1946 bis 1950 und 1954 bis 1974 Mitglied des Landtags (SPD), 1966 bis 1974 Landtagspräsident. Ehrenbürger der Stadt Wiesbaden.

Rudi Schmitt (1928)
1946 bis 1954 Lehrer und Realschullehrer in Frankfurt. 1954 bis 1968 Mitglied des Landtags. 1960 bis 1968 Stadtrat in Wiesbaden; Schul- und Sportdezernent, seit 1966 auch Kulturdezernent. 01.02.1968 bis 05.03.1980 Oberbürgermeister. 1980 bis 1987 Mitglied des Bundestages (SPD).

Georg-Berndt Oschatz (1937)
Jura-Studium. 1968 Persönlicher Referent des niedersächsischen Kultusministers. 1970 bis 1976 Leiter des Wissenschaftlichen Dienstes der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag. 1972 bis 1974 Stadtrat in Hannover. 1974 bis 1976 Mitglied des Landtages. 1976 bis 1980 Oberstadtdirektor in Hildesheim. 06.03.1980 bis 09.09.1982 Oberbürgermeister von Wiesbaden. Dann Kultusminister in Niedersachsen. 1987 Bundesratsdirektor.

Dr. jur. Hans-Joachim Jentsch (1937)
Jura-Studium. Seit 1966 Rechtsanwalt, seit 1967 in Wiesbaden, seit 1977 Notar. 1969 Kreisvorsitzender der CDU. 1976 bis 1982 Mitglied des Bundestages. 1977 bis 1979 Stadtverordneter. 10.09.1982 bis 12.06.1985 Oberbürgermeister von Wiesbaden. 1986 wiederum Kreisvorsitzender der CDU. 1987 bis 1990 Landtagsabgeordneter. 1990 bis 1994 Justizminister in Thüringen. 1996 bis 2005 Richter am Bundesverfassungsgericht.

Joachim (Achim) Exner (1944)
Studium der Volkswirtschaft und Politikwissenschaft in Mainz. Seit 1972 Stadtverordneter in Wiesbaden, 1973 SPD-Fraktionsvorsitzender. 1972 bis 1975 Geschäftsführer des Mieterschutzvereins. Seit 1982 Stadtrat; Sozialdezernent. 19.09.1985 bis 18.09.1997 Oberbürgermeister.

Hildebrand Diehl (1939)
Berufsausbildung zum Verlagsbuchbinder. Meister mit handwerklicher und industrieller Meisterprüfung. Selbständiger Verlagsbuchbinder bis 1989, seit 1972 Mitglied im Stadtparlament. Von 1977 bis 1989 Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion, ab 1989 Bürgermeister, vom 19.09.1997 bis 01.07.2007 Oberbürgermeister.

Dr. Helmut Müller (1952)
Studium der Volkswirtschaft in München. Berufliche Stationen im Bundeskanzleramt, Bundesumweltministerium, Forschungszentrum Karlsruhe, Deutscher Bundestag. Leiter des persönlichen Büros des Hessischen Ministerpräsidenten und Abteilungsleiter in der Hessischen Staatskanzlei. Ab 14.09.2002 Kämmerer, ab 21.09.2006 Bürgermeister. Vom 02.07.2007 bis 01.07.2013 Oberbürgermeister.

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