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Rathaus

Kolumne Januar 2016

Kolumne Januar 2016: "Der Höhepunkt des Jahres der Städtepartnerschaften ist im April".

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

liebe Freunde und Gäste unserer schönen Stadt,

"Wo Begegnung ist, wächst Verständnis. Wo Verständnis ist, wächst Freundschaft. Wo Freundschaft ist, wächst der Frieden", dies hat einmal der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker gesagt. Wie Recht er doch hat. Städtepartnerschaften dienen der Verständigung und dem Austausch freundschaftlicher Kontakte zwischen Städten. Sie bringen Kommunen europa- und weltweit näher zusammen und sorgen für eine enge Verbindung ihrer Bürgerinnen und Bürger - und aus manchen erwachsen Freundschaften. Lassen Sie uns unsere Freundschaften zu den Menschen unserer Partnerstädte gemeinsam noch lange pflegen.

Deshalb soll – wie bereits angekündigt – 2016 das Jahr der Städtepartnerschaften werden. Wir möchten damit alle Partnerschaften würdigen und dafür haben wir haben ein umfangreiches Programm für Bürgerinnen, Bürger und Partnerschaftsvereine erstellt. Ziel ist es, die Städte- und Stadtteilpartnerschaften weiter zu intensivieren und, wo nötig, wieder zu beleben.

Seit nunmehr 86 Jahren lebt nun schon die Städtepartnerschaft mit Klagenfurt in Österreich – eine der ersten Städtepartnerschaften weltweit. Das freut mich sehr. Klagenfurts ehemaliger Bürgermeister Harald Scheucher sagte beim 75-Jahr-Jubiläumsfest: "Wir waren und sind das Modell für viele Städtepartnerschaften auf der ganzen Erde. Die Gründerväter haben 1930 erkannt, dass es in einem von Kriegswirren gebeutelten Kontinent wichtig ist, Gegensätze zu überwinden, Freundschaften zu schließen, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen." Genauso ist es.

Heute ist es um einige Städtepartnerschaften ruhiger geworden – nicht weil sie nicht mehr  existieren, sondern weil sie zum einen ein akzeptierter, alltäglicher Bestandteil kommunaler Aktivitäten geworden sind – zum anderen aber auch, und so ehrlich muss man sein, weil die Zeit an ihnen nicht spurlos vorbeigegangen ist. Aber haben sich Städtepartnerschaften überholt, sind antiquiert und nicht mehr zeitgemäß? Nein. Ganz bestimmt nicht. Städtepartnerschaftliche Begegnungen bedeuten ein Eintauchen in die jeweils andere Gesellschaft und sind auf Kontinuität ausgelegt. Es geht nicht nur um Besichtigungen und Begegnungen wie beim Tourismus, sondern um langfristige Kontakte und Freundschaften. Und damit sind kommunale Partnerschaften auch ein Angebot in heutiger Zeit.

Das Zitat "Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauernde Aufgabe" von dem Musiker und Ingenieur Ernst Zacharias macht deutlich, dass Freundschaft nicht selbstverständlich hingenommen werden darf, sondern gepflegt werden muss.

Apropos pflegen: Da haben wir hier in Wiesbaden viel zu tun. Derzeit hat die Landeshauptstadt 13 Städtepartnerschaften, eine Patenschaft und vier Stadtteilpartnerschaften. Das offizielle Fest-Wochenende mit großem Festakt findet vom 22. bis 24. April statt. Eingeladen sind dazu die Bürgermeister aller Partnerstädte und Karlsbads sowie der vier Stadtteil-Partnerstädte, ebenso wie die Vorsitzenden aller Partnerschaftsvereine in Wiesbaden und den Partnerstädten.

Deshalb möchte ich alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener einladen, das Jahr der Städtepartnerschaften mitzugestalten und mitzufeiern: Vorschläge von Bürgerinnen, Bürgern, Vereinen und Institutionen, die sich dabei engagieren möchten, sind sehr gerne willkommen – entgegengenommen werden diese von der Stadtverwaltung. Interessierte Wiesbadenerinnen und Wiesbadener wenden sich einfach an das zuständige Protokoll unter der Telefonnummer 0611 313331 oder der E-Mail-Adresse protokollwiesbadende.

Gewürdigt werden in diesem Jahr aber nicht nur die Städtepartnerschaften. Zahlreiche Vereine und Institutionen haben Grund zum Feiern: Die Turngemeinde Naurod und der Turnverein Breckenheim werden 125 Jahre alt; die DLRG Kreisgruppe Rhein-Main, der Schützenverein Medenbach und der Wurftauben-Club Wiesbaden werden jeweils 50 Jahre alt. Dazu kommen noch viele weitere Jubiläen.

Und im August wird wieder draußen gefeiert: Vom 12. bis 21. August gibt es auf dem Schlossplatz und dem Dern‘schen Gelände die 41. Rheingauer Weinwoche. Dann ist unsere Innenstadt die wohl längste Weintheke der Welt. Was mir an der Weinwoche so gut gefällt ist, dass so viele Menschen friedlich zusammen feiern. Für mich spiegelt dieses Fest den unverwechselbaren und sympathischen Charakter unserer Stadt wider, der geprägt wird durch Gastfreundschaft, Internationalität und Toleranz. Ich freue mich schon auf ein spannendes, abwechslungsreiches und interessantes Jahr 2016 in unserer schönen Stadt.

Herzlichst Ihr

Sven Gerich
Oberbürgermeister

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