Kolumne

Februar 2012: Fastnacht "Im Zeichen der Elf" in Wiesbaden.
Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller. | © wiesbaden.de

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

langsam steuern die Narren auf den Höhepunkt der Kampagne zu, die in diesem Jahr ganz "Im Zeichen der Elf" gefeiert wird.

Seit 1859 gibt es in unserer Stadt Fastnachtsgesellschaften und –vereine und in mehr als 150 Jahren hat sich eine lebendige Fastnachtstradition entwickelt. Mit zahlreichen Sitzungen - viele haben bereits die eine oder andere besucht - stimmt sich die Stadt auf die närrischen Tage ein. In fast allen Stadtteilen finden "Sitzungen" der Fastnachtsvereine statt, aber dabei merkt man schnell, dass es gar nicht viel zu sitzen gibt, und schon gar nicht "still"! Da wird nämlich geschunkelt und gelacht, da steigen "Raketen" und die einzelnen Akteure erhalten donnernden Applaus. Am Besten Sie probieren es zusammen mit Freunden, Nachbarn und Bekannten einfach selbst in einer der vielen Veranstaltungen unserer heimischen Vereine aus. Ich bin mir sicher, es ist für Jeden was Passendes dabei. Auch für unsere Kleinen gibt es Maskenbälle und Sitzungen, bei denen der Nachwuchs in die Bütt geht.

Mit der Altweiberfastnacht am 16. Februar beginnt die heißeste Phase der Narrenzeit. In den Altstadtkneipen, in den Sälen und in vielen Gaststätten der Stadt wird kräftig gefeiert und da empfiehlt es sich, sich einen närrischen Fahrplan zusammenzustellen.

Am Samstag, 18. Februar, beginnt um 10.33 Uhr das große Kinderfest in der Fußgängerzone, das auch der Start zum Kinderumzug ist, der um 15.33 Uhr beginnt. Schön finde ich, dass neben zahlreichen Vereinen auch Schulen und Kindertagesstätten teilnehmen. Ziel ist das Rathaus, wo die Kinder und Jugendlichen die DACHO verstärken, die zum Sturm auf das Rathaus ansetzt. Natürlich werden meine Mitstreiter und ich die Rathausschlüssel nach Kräften verteidigen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir wie in den letzten Jahren, dem Ansturm der kleinen und großen Narren nicht standhalten werden. Bis Aschermittwoch werden dann die Narren die Macht in der Stadt übernehmen.

Der große Fastnachtssonntagszug am Sonntag, 19. Februar, ist dann der absolute Höhepunkt der Wiesbadener Fassenacht. Wir erwarten wieder weit mehr als 100.000 Besucher, die dem närrischen Lindwurm zujubeln. Start ist um 13.11 Uhr auf dem Elsässer Platz. Hier in Hessen müssen wir uns wahrlich nicht verstecken: Der Zug, länger als vier Kilometer, mit vielen hundert Teilnehmern und zahlreichen Prunk- und Motivwagen schlängelt sich durch die Innenstadt von Wiesbaden. Auch in diesem Jahr wird es sicherlich nicht an Themen mangeln, wenn die Narren das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen und Politik und Gesellschaft auf die Schippe nehmen. Ich freue mich schon sehr auf die fantasievollen Fußgruppen, die farbenprächtigen Garden und Musikgruppen. Ein Tipp für die kleinen und großen Zuschauer; Neben dem Kostüm auf keinen Fall eine Tüte oder Tasche vergessen, damit Bonbons und andere "Beutestücke" eingesammelt werden können.

Ich finde, den vielen ehrenamtlichen Mitglieder der Vereine, die schon seit Monaten die Wagen bauen, schmücken, Kostüme nähen und Musikstücke einstudieren, gebührt ein donnernder Applaus. Er ist der Dank an die Akteure, die Vorstände und die ehrenamtlichen Helfen, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen, damit wir die Wiesbadener Fassenacht ausgelassen feiern können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß! Bis Aschermittwoch heißt es "Ein dreifach donnerndes Wiesbaden Helau!"

Ihr

Dr. Helmut Müller
Oberbürgermeister


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